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Kooperation im Destinationsmanagement: Erfolgsfaktoren, Hemmschwellen, Beispiele

Ergebnisse der 1. Deidesheimer Gespräche zur Tourismuswissenschaft

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Bernd Eisenstein, Christian Eilzer and Manfred Dörr

Der Band enthält die Beiträge der «1. Deidesheimer Gespräche zur Tourismuswissenschaft». Er beleuchtet Erfolgsfaktoren, Hemmschwellen und Beispiele von Kooperationen im Destinationsmanagement. Für touristische Zielgebiete als Anbieter eines Leistungsbündels sind Kooperationen ein strategischer Erfolgsfaktor. Durch kooperatives Handeln können Wettbewerbsvorteile aufgebaut und Wettbewerbspositionen gesichert werden. Im Buch werden neben den Grundlagen der kooperativen Destinationsentwicklung dabei folgende Themen dargestellt: grenzüberschreitende Kooperationen, Herausforderungen bei der kooperativen Realisierung einer Gästekarte, Zusammenarbeit im Rahmen des digitalen Meinungsführermanagements oder die interkommunale Kooperation am Beispiel der Vereinigung Cittaslow.
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Kooperationsherausforderungen bei der Realisierung einer Gästekarte

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1. Einführung

Destinationen als touristische Zielgebiete bieten dem Gast alle für den Aufenthalt erforderlichen Einrichtungen für Beherbergung, Verpflegung und Unterhaltung (vgl. Bieger 2008, 130ff; Dettmer 2005, 3ff). Um sich am stark umkämpften Tourismusmarkt etablieren zu können und letztendlich eine hohe Gästezufriedenheit zu erreichen, ist es jedoch notwendig, alle diese touristischen Teilleistungen weitestgehend eigenständiger Unternehmen aufeinander abzustimmen und als hochwertiges Angebotspaket gemeinsam zu vermarkten. Insofern beziehen sich neuere Definitionen des Destinationsbegriffes auch auf die Verflechtungen der verschiedenen Tourismusunternehmen bei der touristischen Leistungserstellung (z. B. in Form von Kooperationen und Netzwerken) und der Tourismusplanung. Reisezielgebiete können demnach als „komplexe Planungsdomänen“ verstanden werden (vgl. Laux 2012, 14). Die Initiierung und Begleitung von Koordinations- und Kooperationsprozessen gehören zu den wesentlichen Aufgaben eines Destinationsmanagements. Die Stabilität und die Qualität der internen Netzwerke bestimmen langfristig auch über den Erfolg oder Misserfolg der Destination am Markt. Auch jeder einzelne Tourismusakteur kann aus einer erfolgreichen Koordination und Kooperation in der Destination einen Mehrwert schöpfen. Die Vielzahl und Unterschiedlichkeit der touristischen Anspruchsgruppen (Leistungsträger, Tourismusorganisationen, Politik, einheimische Bevölkerung etc.) stellen eine solche Zusammenarbeit und Kommunikation jedoch vor große Herausforderungen.

Ein Instrument, welches bei guten kooperativen Beziehungen der Leistungsträger einer Destination erfolgreich umgesetzt werden kann, ist eine gemeinsame Gästekarte. Zudem ist die Gästekarte auch geeignet, touristische Anbieter unterschiedlicher Art und Größe auch in großflächigen Reisegebieten in einem langfristigen und stabilen Dialog miteinander zu...

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