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Kooperation im Destinationsmanagement: Erfolgsfaktoren, Hemmschwellen, Beispiele

Ergebnisse der 1. Deidesheimer Gespräche zur Tourismuswissenschaft

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Bernd Eisenstein, Christian Eilzer and Manfred Dörr

Der Band enthält die Beiträge der «1. Deidesheimer Gespräche zur Tourismuswissenschaft». Er beleuchtet Erfolgsfaktoren, Hemmschwellen und Beispiele von Kooperationen im Destinationsmanagement. Für touristische Zielgebiete als Anbieter eines Leistungsbündels sind Kooperationen ein strategischer Erfolgsfaktor. Durch kooperatives Handeln können Wettbewerbsvorteile aufgebaut und Wettbewerbspositionen gesichert werden. Im Buch werden neben den Grundlagen der kooperativen Destinationsentwicklung dabei folgende Themen dargestellt: grenzüberschreitende Kooperationen, Herausforderungen bei der kooperativen Realisierung einer Gästekarte, Zusammenarbeit im Rahmen des digitalen Meinungsführermanagements oder die interkommunale Kooperation am Beispiel der Vereinigung Cittaslow.
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Kooperation gegen die Beschleunigung: Das Reiseverhalten in deutsche Cittaslow-Städte

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1. Einleitung

„Most vacations are so stressful nowadays,“ […] „It starts with the journey by plane or car, then you rush around seeing as many sights as possible. You check your email in an Internet café, you watch CNN or MTV on the hotel television. You use your mobile to check in with friends or colleagues back home. And then at the end you return more tired than when you left.“ (Honoré 2004, 38).

Der von Honoré bereits im Jahre 2004 beschriebene Zustand scheint sich in Zeiten von Smartphones und Tablets noch zu verschärfen. Das Smartphone mag bei vielen Reisenden auch im Urlaub ein ständiger Begleiter sein – besteht doch die verlockende Möglichkeit des direkten „postens“ von Urlaubsbildern in sozialen Netzwerken, um Familie und Freunden den aktuellen Status mitteilen zu können. Durch diese soziale Vernetzung und den technischen Fortschritt kommt es zu einer Vermischung von Urlaubs- und Alltagswelt, welche dazu führen kann, auch im Urlaub unter einem gewissen zeitlichen Druck zu stehen. Ein „Abhaken der sights“ (Hennig 1999, 23) im Urlaub kann ebenfalls dazu führen, dass Reisende nach dem Urlaub gestresster sind als zuvor. Der Jenaer Soziologe Hartmut Rosa bezeichnet dieses Phänomen als „Temporalinsolvenz“ (Rosa 2012a, 1), als eine zeitliche Bankrotterklärung.

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