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Die Gesellschaft der Menschen

Ihre Entstehung, Funktionsweisen und Zukunftsperspektive- Eine energetische Gesellschaftstheorie

Dietrich Droste

In seinem neuen Buch vermittelt der Autor mit historisch-soziologischem und zugleich naturwissenschaftlichem Zugriff die grundlegenden Funktionsweisen menschlichen Gesellschaftslebens. Dessen Entstehung und Funktionieren führt er an konkreten Beispielen aus Frühgeschichte, Geschichte und Gegenwart auf die zugrunde liegende Notwendigkeit dauernden Energieerwerbs aus der jeweiligen Umwelt des Menschen zurück. Wie dieser Energieerwerb in zunehmend naturfernem, einvernehmlichem Gütertausch erreicht wird, zeigt er an Beispielen gesellschaftlichen Lebens wie Freundschaft, Ehe, Nachbarschaft, Geselligkeit, Spiel, Sport, Religion, Kunst, Kultur, Wirtschaft und Politik in seiner innovativen Gesamtschau interdisziplinär auf.
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3 Entstehung der Religion als wichtiger Fortentwicklung der Menschengesellschaft

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Soweit archäologische Funde aus der Steinzeit darüber Aufschluss geben, hat sich ein fassbarer religiöser Kult erst gebildet, als Wildbeuterhorden der von Anthropologen wegen ihrer genetischen Übereinstimmung mit uns Heutigen als Moderne Menschen benannten Art vor gut 40 000 Jahren aus ihrer afrikanischen Urheimat über den Vorderen Orient nach Eurasien eingedrungen waren und dort auf die schon gut dreihunderttausend Jahre zuvor heimisch gewordenen Neandertaler trafen. Dies bedeutete für die nach den Skelettfunden deutlich schlankeren und zweifellos weniger kräftigen sowie klimatisch unangepassten Neuankömmlinge eine schwierig zu bewältigende Doppelanpassung: Die ungewohnten Wärme- also Energieverluste in den kalten Wintern der neuen Heimat vermochten die handwerklich-technisch sehr geschickten Modernen Menschen durch zurechtgeschnittene und zusammengenähte Fellkleidung, die Erfindung eines tragbaren Feuerzeugs sowie der ersten Fischfanggeräte und Speerschleudern erfolgreich zu bewältigen.1 Einer kämpferischen Auseinandersetzung mit den physisch offensichtlich stärkeren und robusteren Neandertalern2 gingen sie andererseits lange Zeit aus dem Weg, was bei anfangs geringer Population in den riesigen Weiten Eurasiens über etwa 10 000 Jahre hinweg offenbar gut möglich war. Erst danach, also vor rund 30 000 Jahren, kam es vermutlich zu häufigeren Konfrontationen zwischen beiden Menschenarten, da eine Klimaabkühlung den Kalorien- und damit Nahrungsbedarf erhöhte3, was bei zunehmender Bevölkerungsdichte vor allem wohl im höhlen- und fischreichen heutigen Südfrankreich gewaltsame Konfrontationen im Kampf um gute Reviere und Höhlenquartiere für den Winter zur Folge hatte.

Wie sich solche Auseinandersetzungen abgespielt haben, lässt sich...

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