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Die Gesellschaft der Menschen

Ihre Entstehung, Funktionsweisen und Zukunftsperspektive- Eine energetische Gesellschaftstheorie

Dietrich Droste

In seinem neuen Buch vermittelt der Autor mit historisch-soziologischem und zugleich naturwissenschaftlichem Zugriff die grundlegenden Funktionsweisen menschlichen Gesellschaftslebens. Dessen Entstehung und Funktionieren führt er an konkreten Beispielen aus Frühgeschichte, Geschichte und Gegenwart auf die zugrunde liegende Notwendigkeit dauernden Energieerwerbs aus der jeweiligen Umwelt des Menschen zurück. Wie dieser Energieerwerb in zunehmend naturfernem, einvernehmlichem Gütertausch erreicht wird, zeigt er an Beispielen gesellschaftlichen Lebens wie Freundschaft, Ehe, Nachbarschaft, Geselligkeit, Spiel, Sport, Religion, Kunst, Kultur, Wirtschaft und Politik in seiner innovativen Gesamtschau interdisziplinär auf.
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4 Säkularisierung als Folge kirchlicher Korruption, gesellschaftlicher Emanzipation und staatlicher Machtausweitung im Gefolge von Kriegen

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Die vor allem im nordwesteuropäischen Raum fortgeschrittene Säkularisation hat in der Religionssoziologie eine ausgedehnte Diskussion über die Frage entstehen lassen, ob diese Entwicklung auf ein Ende der Religion zuläuft oder nur ein zeitweiliges Zurückweichen vor gegenwärtigen Verstaatlichungstendenzen anzeigt. Hierbei kann aus historischer Sicht darauf hingewiesen werden, dass die im europäischen Hochmittelalter im Gefolge der Kreuzzüge fest etablierte Herrschaftsstellung der christlichen Papstkirche seitdem einer immer wieder aufbrechenden Kritik unterworfen wurde, die man schon in ihren Anfängen als Säkularisation verstehen kann. Die in den spätmittelalterlichen Reformkonzilien von Konstanz (1414-1418) und Basel (1431-1449) beginnende Kritik an dem durchaus weltlichen Leben vieler Geistlicher und Mönche, die in Luthers frontalem Angriff auf das moralisch derangierte Renaissance-Papsttum ihren Höhepunkt fand, hatte bekanntlich schon vor 500 Jahren zu einem erheblichen Ansehens- und Machtverlust der römischen Papstkirche und zur Spaltung der westeuropäischen Christenheit geführt. Eine weitere zunächst weniger spektakuläre Schwächung kirchlicher Autorität ging von der kosmologischen Forschung aus, die mit den Erkenntnissen des Kopernikus, Keplers und Galileis das christliche Weltbild, demzufolge die Erde der Mittelpunkt des Weltalls sei, weil Gottvater seinen eingeborenen Sohn nur dorthin entsandt haben könne, als eindeutig falsch nachweisen konnte. Ein dritter Angriff auf die christlichen Kirchen erfolgte von Seiten der Aufklärung, der vom europäischen Bürgertum getragenen rationalistischen, die ‚Vernunft‘ zum Maßstab aller Dinge erhebenden Weltsicht, die eine Vielzahl religiöser Riten und Glaubenssätze fragwürdig werden ließ. Indirekt, aber...

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