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Die Gesellschaft der Menschen

Ihre Entstehung, Funktionsweisen und Zukunftsperspektive- Eine energetische Gesellschaftstheorie

Dietrich Droste

In seinem neuen Buch vermittelt der Autor mit historisch-soziologischem und zugleich naturwissenschaftlichem Zugriff die grundlegenden Funktionsweisen menschlichen Gesellschaftslebens. Dessen Entstehung und Funktionieren führt er an konkreten Beispielen aus Frühgeschichte, Geschichte und Gegenwart auf die zugrunde liegende Notwendigkeit dauernden Energieerwerbs aus der jeweiligen Umwelt des Menschen zurück. Wie dieser Energieerwerb in zunehmend naturfernem, einvernehmlichem Gütertausch erreicht wird, zeigt er an Beispielen gesellschaftlichen Lebens wie Freundschaft, Ehe, Nachbarschaft, Geselligkeit, Spiel, Sport, Religion, Kunst, Kultur, Wirtschaft und Politik in seiner innovativen Gesamtschau interdisziplinär auf.
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5 Verschiedene Aspekte des Energieaustauschs in Menschengesellschaften

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Das Nahverhältnis von Religion und Staat, das, wie im zweiten und dritten Kapitel gezeigt, bereits in frühen Kulturdenkmälern wie der sumerischen Warka-Vase, den Reformtexten von Lagasch oder der jährlichen Ritualhochzeit von König und Oberpriesterin in Uruk dokumentiert ist, ergibt sich aus der gemeinsamen Grundaufgabe beider Institutionen, die durch arbeitsteiligen Güteraustausch und totemistische Klan- bzw. Stammesordnung entstandene Menschengesellschaft auch größerer Dimension dauerhaft werden zu lassen. Im Kern hieß das: Erhaltung und Regenerierung der zur Großgruppe gehörenden Menschenleben durch regelmäßige Versorgung mit Nahrungsenergie und Organisation von Wehrenergie gegen räuberischen Energieentzug durch äußere oder innere Feinde und gegen Naturgewalten. Daraus ergaben sich im Bereich der Religion verpflichtende Opfergaben an den jeweiligen ‚Tempel‘ zur Sicherung von Nahrungsvorräten und physischem Schutz für den Notfall sowie für die Versorgung von Bedürftigen, außerdem psychische Stärkung der Gläubigen vor allem im Krieg durch Verheißung göttlicher Hilfe als Gegengabe für Opfer und Wohlverhalten im Sinne der angebeteten Gottheit. Auf staatlicher Seite wurden ebenfalls energiewertige Opfer zumeist in Form von Abgaben und Dienstleistungen eingefordert, insofern Steuern gezahlt, Schutzbauten gegen äußere Angreifer errichtet oder Kriegsdienst geleistet werden musste, was dem einzelnen Gesellschaftsmitglied mit persönlicher Sicherheit vor internen Kriminellen und äußeren Feinden vergolten wurde. Beide Institutionen hatten also die Aufgabe, die Menschen des Gemeinwesens vor kriminell oder militärisch herbeigeführten sowie naturbedingten Energieverlusten zu bewahren.1 Damit stand ihr Personal, wenngleich ebenfalls Menschen des jeweiligen Gemeinwesens, als...

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