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Die Gesellschaft der Menschen

Ihre Entstehung, Funktionsweisen und Zukunftsperspektive- Eine energetische Gesellschaftstheorie

Dietrich Droste

In seinem neuen Buch vermittelt der Autor mit historisch-soziologischem und zugleich naturwissenschaftlichem Zugriff die grundlegenden Funktionsweisen menschlichen Gesellschaftslebens. Dessen Entstehung und Funktionieren führt er an konkreten Beispielen aus Frühgeschichte, Geschichte und Gegenwart auf die zugrunde liegende Notwendigkeit dauernden Energieerwerbs aus der jeweiligen Umwelt des Menschen zurück. Wie dieser Energieerwerb in zunehmend naturfernem, einvernehmlichem Gütertausch erreicht wird, zeigt er an Beispielen gesellschaftlichen Lebens wie Freundschaft, Ehe, Nachbarschaft, Geselligkeit, Spiel, Sport, Religion, Kunst, Kultur, Wirtschaft und Politik in seiner innovativen Gesamtschau interdisziplinär auf.
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7 Arbeitsteilung und technischer Fortschritt als Verstärker des gesellschaftlichen Energieaustauschs und -gewinns, aber auch sozialer Ungleichheit

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Wir haben im voranstehenden Kapitel aufzuzeigen versucht, dass sich verschiedene Gesellschaftsformationen wie etwa die Familie, ein Discounter mit seinen Kunden, Medienstars mit ihren Fans oder nationale Exportwirtschaften in einer dauernden Konkurrenz mit anderen ‚Dialoganbietern‘ um gewinnbringenden Energieaustausch befinden. In hochtechnisierten austauschintensiven Systemen wie den westlichen Demokratien hat dies zu einer zunehmenden Vereinzelung und Minimierung der gesellschaftlichen Tauschsubjekte bis hin zum Einzelmenschen geführt, ein Vorgang, den man gemeinhin als Individualisierung bezeichnet. Bevölkerungsstatistisch lässt sich diese Entwicklung an der Zunahme sogenannter Single-Haushalte nachweisen, die in Großstädten wie etwa Paris oder Berlin schon die Hälfte, in Stockholm sogar 60% der Gesamthaushaltszahl ausmachen.1 Mit dieser Vermehrung von einzeln wirtschaftenden Austauschsubjekten vermehrt sich zum einen der ökonomische Ausstattungs- und Versorgungsbedarf der zahlreicher werdenden Haushalte, zugleich aber auch die Zahl der austauschbedürftigen Gesellschaftsmitglieder, die für die lebensnotwendige Eigenversorgung und Haushaltsausstattung relativ viel Energie investieren und entsprechend in Geldform einnehmen müssen, um auf akzeptablem Lebensstandard fortexistieren zu können. Dies versuchen vor allem junge Singles immer wieder mit innovativen Dienstleistungsprodukten, mit denen sie gewinnbringende Tauschvorgänge starten und im Erfolgsfall fortsetzen und steigern können. Um wieder ein mittlerweile berühmt gewordenes Beispiel zu nennen, wäre auf den US-amerikanischen Studenten mit dem deutschen Nachnamen Zuckerberg zu verweisen, dem es mit seiner Facebook-Plattform im Internet gelang, weit mehr als eine Milliarde austauschwilliger meist junger Menschen zu gewinnen, die ihrerseits über dieses „soziale Netzwerk“ kostenlos verbalen und Bilder-Austausch ← 81 | 82 → untereinander betreiben können, um die mit ihrer Individualisierung...

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