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Die Gesellschaft der Menschen

Ihre Entstehung, Funktionsweisen und Zukunftsperspektive- Eine energetische Gesellschaftstheorie

Dietrich Droste

In seinem neuen Buch vermittelt der Autor mit historisch-soziologischem und zugleich naturwissenschaftlichem Zugriff die grundlegenden Funktionsweisen menschlichen Gesellschaftslebens. Dessen Entstehung und Funktionieren führt er an konkreten Beispielen aus Frühgeschichte, Geschichte und Gegenwart auf die zugrunde liegende Notwendigkeit dauernden Energieerwerbs aus der jeweiligen Umwelt des Menschen zurück. Wie dieser Energieerwerb in zunehmend naturfernem, einvernehmlichem Gütertausch erreicht wird, zeigt er an Beispielen gesellschaftlichen Lebens wie Freundschaft, Ehe, Nachbarschaft, Geselligkeit, Spiel, Sport, Religion, Kunst, Kultur, Wirtschaft und Politik in seiner innovativen Gesamtschau interdisziplinär auf.
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8 Vergesellschaftung von Religion und Staat

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Die vorangehenden Kapitel haben, so hoffe ich, zeigen können, dass der zumeist in Waren-, Dienstleistungs-, Informations- oder Geldform erfolgende gewaltfrei einvernehmliche Austausch von Energie den Gesellschaftsmitgliedern, die ihn besonders häufig und intensiv betreiben, in der Regel Wohlstand im Sinne gesicherter, ja reichlicher Versorgung mit allen lebensnotwendigen Gütern gewinnen lässt. Das für alle Menschen, auch gerade diejenigen, die solch paradiesisch erscheinende Versorgung nur neidvoll von außen etwa im Fernsehen, Internet oder in Kinofilmen betrachten können, besonders Verführerische dieses Wohlstands liegt zweifellos in der Tatsache begründet, dass er scheinbar ganz leicht, ohne sichtbare körperliche Anstrengungen oder Gewaltanwendung erreicht und erhalten werden kann, also scheinbar ohne Energieaufwand. Außerdem in der verführerischen Gütervielfalt, aus der die Wohlstandsmenschen scheinbar ungehindert das wählen können, was ihnen gefällt.

Gerade die mit diesem Wohlstand weniger gesegneten Menschen sind von dessen verheißungsvollen Möglichkeiten offenbar so fasziniert, dass sie an dessen Generatoren, dem einvernehmlichen Austausch von energiesparenden Informationen, Waren und Dienstleistungen in wachsendem Maß und zunehmender Zahl teilnehmen, um ihre persönliche Energiebilanz zu optimieren. Da dieser Trend vor allem seit der Industriellen Revolution durch ständig vermehrte Warenproduktion und verbesserte Verkehrsmittel verstärkt wurde, hat sich der gesellschaftliche Drang nach Erneuerung und vermehrtem Austausch auch auf die tragenden, eigentlich für eine verlässliche Ordnung vorgesehenen Bestandteile der industrialisierten Gesellschaftssysteme, also auf deren Religions- und Staatsapparate erstreckt.

Was zunächst erstere in ihren etablierten Ausprägungen innerhalb...

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