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Die Gesellschaft der Menschen

Ihre Entstehung, Funktionsweisen und Zukunftsperspektive- Eine energetische Gesellschaftstheorie

Dietrich Droste

In seinem neuen Buch vermittelt der Autor mit historisch-soziologischem und zugleich naturwissenschaftlichem Zugriff die grundlegenden Funktionsweisen menschlichen Gesellschaftslebens. Dessen Entstehung und Funktionieren führt er an konkreten Beispielen aus Frühgeschichte, Geschichte und Gegenwart auf die zugrunde liegende Notwendigkeit dauernden Energieerwerbs aus der jeweiligen Umwelt des Menschen zurück. Wie dieser Energieerwerb in zunehmend naturfernem, einvernehmlichem Gütertausch erreicht wird, zeigt er an Beispielen gesellschaftlichen Lebens wie Freundschaft, Ehe, Nachbarschaft, Geselligkeit, Spiel, Sport, Religion, Kunst, Kultur, Wirtschaft und Politik in seiner innovativen Gesamtschau interdisziplinär auf.
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10 Ursachen neuzeitlicher Systemveränderungen

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Die obige Analyse neuzeitlicher industrieller Gesellschaftssysteme kann – wie jede Systembeschreibung – nur eine Art Momentaufnahme liefern, da sie aus einem andauernden Entwicklungsprozess menschlicher Gesellschaft nur die gegenwärtige Phase ihrer fortgeschrittensten Ausformung erfasst. Da auch diese durch dauernden Wandel aller je existierenden Menschengesellschaften gekennzeichnet ist, muss zu deren vollständigerem Verständnis nach dessen Ursachen gefragt werden.

Wir haben, um ein wichtiges Beispiel anzuführen, an anderer Stelle bereits ausführlich gezeigt, wodurch das Vereinigte Königreich von Großbritannien im 18. Jahrhundert zur sogenannten Industriellen Revolution motiviert wurde.1 Um die dortige Erklärung auf den wesentlichsten Punkt zu konzentrieren, sei hier dazu Folgendes gesagt: Durch den im Anschluss an den Siebenjährigen Krieg (1756-1763) wachsenden Import indischer Baumwollstoffe nach Europa geriet die britische Schafwollindustrie in eine schwere Krise, da die indische Baumwollware hautfreundlicher, im Sommer luftiger und zudem wesentlich preiswerter war als das britische Hauptexportprodukt warmer Schafwollstoffe und -kleidung. Der trotz des langen Transportwegs günstigere Preis der indischen Baumwollstoffe ist nur durch den erheblichen Klimaunterschied zwischen dem tropisch-subtropischen Indien und dem kühlen England zu erklären, in dem die dortigen Textilarbeitskräfte – ebenso wie ihre indischen Konkurrenten – alle anfallenden Arbeiten zunächst noch ohne technische Hilfsmittel verrichten mussten, zur Erhaltung ihres Lebens aber – im Unterschied zu jenen – wesentlich kalorienhaltigere Mahlzeiten, zudem Winterkleidung und Schuh-werk, Heizmaterial und festere Häuser benötigten, was ihre Lebenshaltungs- und damit ihre Arbeitskosten gegenüber den indischen erheblich erhöhte. Der Unterschied der Ernährungskosten zwischen beiden Gruppen als vermutlich wichtigstem...

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