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Die Gesellschaft der Menschen

Ihre Entstehung, Funktionsweisen und Zukunftsperspektive- Eine energetische Gesellschaftstheorie

Dietrich Droste

In seinem neuen Buch vermittelt der Autor mit historisch-soziologischem und zugleich naturwissenschaftlichem Zugriff die grundlegenden Funktionsweisen menschlichen Gesellschaftslebens. Dessen Entstehung und Funktionieren führt er an konkreten Beispielen aus Frühgeschichte, Geschichte und Gegenwart auf die zugrunde liegende Notwendigkeit dauernden Energieerwerbs aus der jeweiligen Umwelt des Menschen zurück. Wie dieser Energieerwerb in zunehmend naturfernem, einvernehmlichem Gütertausch erreicht wird, zeigt er an Beispielen gesellschaftlichen Lebens wie Freundschaft, Ehe, Nachbarschaft, Geselligkeit, Spiel, Sport, Religion, Kunst, Kultur, Wirtschaft und Politik in seiner innovativen Gesamtschau interdisziplinär auf.
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11 Arbeit, Zeit und Raum als gesellschaftliche Produkte

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Arbeit ist unserem energetischen Ansatz zufolge als Energiemenge zu definieren, die bei einem gesellschaftlich erbrachten Vorgang von Menschen umgesetzt, d.h. in eine andere Energieform umgewandelt wird. Wenn etwa ein Maurer beim Errichten eines Mauerwerks Backsteine mit einem Gewicht von 100 Kilopond um durchschnittlich einen Meter hochgehoben hat, um sie zu vermauern, hat er schon damit eine Arbeit von 100 kpm erbracht, was ihm nur dadurch möglich war, dass er eine mindestens ebenso große Energiemenge in Form von Blutzucker und/oder Fett seines Körpers in die entsprechende Kraftaufwendung seiner Arm- und Rückenmuskulatur investieren konnte. Da er beim Mauern aber selbstverständlich nicht nur Backsteine hochhebt, sondern diese in bestimmter Anordnung in den mit einer Maurerkelle aufgebrachten Mörtel einbetten und dabei auf exakte Abstände, Beachtung der Lotrichtigkeit usf. achten muss, wofür in seinem Gehirn und seinen Nervenbahnen ebenfalls Energie umgesetzt werden muss, hat er nach Vermauerung jener 100 kp wiegenden Backsteine durchaus mehr als 100 kpm Arbeit geleistet. Hinzu kommt noch, dass der Maurer bei seiner Arbeit schon durch das Atmen und die bei schwerer Arbeit nötige Luftkühlung dauernd Wärme-Energie an seine Umwelt verliert, die auch mitberechnet werden müsste, wenn man die vom Maurer bei seiner Arbeit erbrachte bzw. umgewandelte Energiemenge exakt bestimmen wollte. Da dies bei dauernd wechselnden Arbeitsumständen und -anfor-derungen praktisch nicht möglich ist, hat man in der Arbeitswelt, um den Wert geleisteter Arbeit auf einfach-pragmatische Art zu messen, überwiegend den Zeitfaktor eingeführt und bezahlt die Berufst...

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