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Die Gesellschaft der Menschen

Ihre Entstehung, Funktionsweisen und Zukunftsperspektive- Eine energetische Gesellschaftstheorie

Dietrich Droste

In seinem neuen Buch vermittelt der Autor mit historisch-soziologischem und zugleich naturwissenschaftlichem Zugriff die grundlegenden Funktionsweisen menschlichen Gesellschaftslebens. Dessen Entstehung und Funktionieren führt er an konkreten Beispielen aus Frühgeschichte, Geschichte und Gegenwart auf die zugrunde liegende Notwendigkeit dauernden Energieerwerbs aus der jeweiligen Umwelt des Menschen zurück. Wie dieser Energieerwerb in zunehmend naturfernem, einvernehmlichem Gütertausch erreicht wird, zeigt er an Beispielen gesellschaftlichen Lebens wie Freundschaft, Ehe, Nachbarschaft, Geselligkeit, Spiel, Sport, Religion, Kunst, Kultur, Wirtschaft und Politik in seiner innovativen Gesamtschau interdisziplinär auf.
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13 Geselligkeit, Scherz, Witz und Comic als belebende Elemente gesellschaftlichen Lebens

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Der schon mehrfach erwähnte Soziologe Georg Simmel hatte bereits vor etwa 100 Jahren das gesellschaftliche Phänomen der heiteren Geselligkeit näher zu bestimmen versucht und sie als „Spielform der Vergesellschaftung“ definiert, in der „die konkreten, an die Zwecksetzungen des Lebens anknüpfenden Motivierungen“ wegfielen und deshalb „die reine Form, der sozusagen freischwebende, wechselwirkende Zusammenhang der Individuen umso stärker und mit umso größerer Wirksamkeit akzentuiert werden“ müsse.1 Dies heißt also, dass sich zwischenmenschlicher Austausch, wie er sich bei Partys, Festen, Feiern, ungezwungener Unterhaltung, heiterer Runde beim Kaffeeklatsch oder am Stammtisch ergibt, kein festgelegtes Reglement in Form von Tagesordnung, Vorsitz und bestimmten Rederechten sowie greifbaren Verhandlungszielen kennt, eben weil diese formlose Art des miteinander Sprechens und Agierens, wie Simmel meint, nicht zweckbestimmt, sondern nur eine „Spielform der Vergesellschaftung“ sei. Geselligkeit ist für ihn „das Spiel, in dem man so tut, als ob alle gleich wären.“2

Dies bedeutet nun aber nicht, wie ein Kommentator meint, dass Geselligkeit Simmel zufolge ein „frei schwebender Selbstzweck“ sei.3 Vielmehr sieht Simmel in der von konkreten Zwecksetzungen freien Geselligkeit „die Abstraktion der Vergesellschaftung“, in der „die reinste, durchsichtigste, am leichtesten ansprechende Art der Wechselwirkung, die unter Gleichen“ praktiziert werde.4 Der philosophisch denkende Soziologe Simmel sieht mithin in der Geselligkeit eine praktizierte Selbsterkenntnis oder Selbstvergewisserung der Menschengesellschaft. Dem ist aus energetischer Perspektive durchaus zuzustimmen, denn auch wir sehen, wie vorne dargelegt, menschliche Gesellschaft durch gewaltfreien, einvernehmlichen Tausch energiehaltiger Güter verwirklicht, in welchem sich die Tauschpartner grundsätzlich...

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