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Die Gesellschaft der Menschen

Ihre Entstehung, Funktionsweisen und Zukunftsperspektive- Eine energetische Gesellschaftstheorie

Dietrich Droste

In seinem neuen Buch vermittelt der Autor mit historisch-soziologischem und zugleich naturwissenschaftlichem Zugriff die grundlegenden Funktionsweisen menschlichen Gesellschaftslebens. Dessen Entstehung und Funktionieren führt er an konkreten Beispielen aus Frühgeschichte, Geschichte und Gegenwart auf die zugrunde liegende Notwendigkeit dauernden Energieerwerbs aus der jeweiligen Umwelt des Menschen zurück. Wie dieser Energieerwerb in zunehmend naturfernem, einvernehmlichem Gütertausch erreicht wird, zeigt er an Beispielen gesellschaftlichen Lebens wie Freundschaft, Ehe, Nachbarschaft, Geselligkeit, Spiel, Sport, Religion, Kunst, Kultur, Wirtschaft und Politik in seiner innovativen Gesamtschau interdisziplinär auf.
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19 Politik als Vermittlung zwischen Zivilgesellschaft und Staat

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Das vorangehende Kapitel dürfte gezeigt haben, in wie vielfältiger Weise Kriminalität den Einzelmitgliedern jeder Menschengesellschaft, aber auch dieser als ganzer Schaden zufügt und deshalb durch staatliche Gesetze, Justiz- und Polizeiorgane verfolgt und ausgegrenzt werden muss. Dies gilt insbesondere für austauschintensive Gesellschaften, die ihren Existenzerhalt nahezu ausschließlich aus einvernehmlichem Energieaustausch generieren und wegen dessen Gewaltlosigkeit ganz besonders auf verlässlichen Schutz durch den Staat angewiesen sind. Auf diesen wurde konsequenterweise die aus der tauschenden Gesellschaft weitestgehend verbannte Gewalt übertragen, was zu dem von Max Weber so benannten Gewaltmonopol des Staates führte. Da in austauschintensiven Gesellschaften, die u.a. durch ihren grenzüberschreitenden Handel immer auch für sie neue Zivilisationstechniken kennen und nutzen lernen, kultureller und technischer Wandel geradezu unausweichlich geworden ist, entstehen dort auch immer wieder neue Kriminalitätsformen. Zeitnahe Beispiele dafür wären etwa Computertechnik und Internet, in denen sich nach kurzer Zeit neue Formen von Kriminalität angesiedelt haben, wie etwa betrügerischer Internethandel, digitale Bankkontenplünderung und neben dem offiziellen Internet sogar ein ‚schwarzes Netz‘, in dem durchweg krimineller Handel stattfindet. Zur Erschwerung und Eingrenzung solchen Missbrauchs werden immer wieder neue Gesetze und kriminalistische Apparate des Staates erforderlich, der sich damit – entgegen seiner lateinischen Namensherkunft (status = Zustand) – fortwährend wandeln muss, um den neuen Gefahren für die gewaltfrei und einvernehmlich tauschende Gesellschaft wirksam begegnen zu können. Die fälligen Gegenmaßnahmen könnte man theoretisch den Fachleuten des Staates überlassen, die diese Aufgabe sicher gründlich und mit...

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