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Die Gesellschaft der Menschen

Ihre Entstehung, Funktionsweisen und Zukunftsperspektive- Eine energetische Gesellschaftstheorie

Dietrich Droste

In seinem neuen Buch vermittelt der Autor mit historisch-soziologischem und zugleich naturwissenschaftlichem Zugriff die grundlegenden Funktionsweisen menschlichen Gesellschaftslebens. Dessen Entstehung und Funktionieren führt er an konkreten Beispielen aus Frühgeschichte, Geschichte und Gegenwart auf die zugrunde liegende Notwendigkeit dauernden Energieerwerbs aus der jeweiligen Umwelt des Menschen zurück. Wie dieser Energieerwerb in zunehmend naturfernem, einvernehmlichem Gütertausch erreicht wird, zeigt er an Beispielen gesellschaftlichen Lebens wie Freundschaft, Ehe, Nachbarschaft, Geselligkeit, Spiel, Sport, Religion, Kunst, Kultur, Wirtschaft und Politik in seiner innovativen Gesamtschau interdisziplinär auf.
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24 Die Zukunftsperspektive der Menschengesellschaft

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Die gerade aufgewiesenen Fehlentwicklungen in gegenwärtigen Wohlstandsgesellschaften, die nach ihrem technisch-wissenschaftlichen Entwicklungsstand als die fortgeschrittensten und relativ zu ihrer Einwohnerzahl leistungsfähigsten betrachtet werden können, scheinen demnach in einen drohenden Niedergang zu führen, wie ihn schon viele Hochkulturen haben hinnehmen müssen. Insbesondere die zunehmende Ausbeutung, Schädigung und medienbedingte Abwendung von der natürlichen Umwelt, die doch unsere Lebensspenderin ist, weist bei der um sich greifenden Konsumgier mit deren gerade genannten Folgen einer immer noch wachsenden Menschheit in die Richtung eines besinnungslosen kollektiven Suizids. Dies auch deshalb, weil gutgemeinte politische Gegenbewegungen wie die der ‚Grünen‘ oder der ‚Weltklimakonferenz‘ erfolglose Randerscheinungen bleiben, die gegen handfeste Profit- und Machtinteressen letztlich nichts auszurichten vermögen. Laufen wir also sehenden Auges in den selbst verursachten Untergang?

Es gibt aus der Perspektive dessen, was wir in den Kapiteln 2 und 3 über die Entstehung der Menschengesellschaft und deren grundlegendes Unterscheidungsmerkmal gegenüber der von höheren Tieren ermittelt haben, sowie im Blick auf die bisherige Menschheitsgeschichte noch eine andere, hoffnungsvollere Aussicht. Als entscheidendes und erfolgreiches Merkmal der im Totemismus vom Gewaltprinzip zunächst innerhalb des einzelnen Klans durch Tabuisierung entlasteten Menschengruppen ergab sich der einvernehmliche Tausch von Energie in deren verschiedenen Formen von Informationen, Gütern, Dienstleistungen, Zahlungsmitteln und schließlich auch politischer Macht. Mit diesem gesellschaftlichen Grundprinzip, so konnten wir zeigen, gelang dem biophysischen Mängelwesen Mensch in der Konkurrenz zu biologisch weit besser an ihre Umwelt angepassten Tieren sein erfolgreicher Aufstieg zum Herrn der Erde. Auch...

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