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Transnationale Kompetenzanerkennung

Anerkennung von im Ausland erworbenen Fachkompetenzen in der Berufsbildung

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Laura Flacke

Laura Flacke befasst sich mit dem Problem der transparenten Darstellung von im Ausland erworbenen Fachkompetenzen, die eine zentrale Voraussetzung für die transnationale Kompetenzanerkennung ist. Die Beschreibung von Lernergebnissen erweist sich auf europäischer Ebene als durchsetzungsfähiger Ansatz, ist der Autorin zufolge alleine jedoch unzureichend. Als transparenzfördernde Ergänzung entwickelte sie eine Taxonomie Tabelle, erprobte diese im Einsatz in gemischtnationalen Ausbildungsmodulen und überprüfte sie durch Interviews mit verschiedenen Expertengruppen. Die qualitative Auswertung stellt das Potenzial des Instruments zur Analyse und Qualitätssicherung im transnationalen Kontext fest.
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8 Interpretation der Ergebnisse

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Transnationale Kompetenzanerkennung ist ein wesentliches Ziel der euro­päischen Bildungspolitik. Zwei von der Nationalen Agentur für Bildung in Europa beim Bundesinstitut für Berufsbildung (NA-BIBB) geförderte Innovationstransferprojekte mit entsprechender Zielsetzung leitete der Lehrstuhl für Pädagogik an der Technischen Universität München zwischen 2008 bis 2012. Im Rahmen von MOVET I (Modules for Vocational Education and Training for Competences in Europe) und MOVET II entwickeln und erproben europäische Projektpartner­Innen der beruflichen Bildung gemeinsam zielfördernde Instrumente und implementieren bestehende Instrumente wie ECVET (European Credit System for Vocational Education and Training), EQR (Europäischer Qualifikationsrahmen) und eine Kompetenzmatrix für Mechatronik von VQTS (Vocational Qualification Transfer System) in die Projekte. Mit Hilfe dieser Instrumente werden in vier verschiedenen Ländern an fünf Berufsschulen sieben Module im Bereich der Metall- und Elektrotechnik entwickelt, präzise dokumentiert, 140 Mobilitäten durchgeführt und abschließend evaluiert.

Ein zentrales Kennzeichen der transparenten Vorgehensweise und Beschreibung der MOVET-Module ist die Beschreibung von Lernergebnissen. Diese Lernergebnisse werden entsprechend ihres Anspruchsniveaus in der von den ProjektpartnerInnen entwickelten Taxonomie Tabelle (TaxTab)37 verortet. Dieses Instrument gilt es nach Erprobung im Projekt zu evaluieren, um die Übertragbarkeit auf weitere Bereiche der beruflichen Bildung zu prüfen. Die hierfür interviewten ExpertInnen der beruflichen Bildung aus sechs europäischen Ländern werden aufgrund ihrer Expertise in drei verschiedene Gruppen untergliedert und mit angepassten Leitfäden38 befragt.

(1) Die erste Gruppe besteht aus den Personen, welche konzeptionell...

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