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Die Bilanzierung von Alternativen Risikotransferinstrumenten nach HGB und IFRS

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Frank Angermann

Der Autor untersucht die Bilanzierung von Alternativen Risikotransferinstrumenten (Insurance-Linked Securities, Insurance Derivatives, Contingent Capital) nach HGB und IFRS (unter Berücksichtigung des Standardentwurfs für Versicherungsverträge ED/2013/7) und veranschaulicht die Bilanzierungsvorschriften mit Buchungsbeispielen. Er würdigt die Bilanzierungsvorschriften im Hinblick auf ihren Beitrag zu tatsachengetreuen und entscheidungsrelevanten Jahresabschlussinformationen und leitet Handlungsempfehlungen ab. Da Alternative Risikotransferinstrumente sowohl Merkmale von Rückversicherungsverträgen als auch von Finanzinstrumenten aufweisen, ist die Frage der Klassifizierung der Transaktion als Rückversicherung oder Finanzinstrument von entscheidender Bedeutung für die Bilanzierung.
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2 Grundlagen des Alternativen Risikotransfers

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2.1 Risikobegriff und -arten

2.1.1 Überblick

„Risiko oder Wagnis bezeichnet die Möglichkeit, dass ein Ereignis mit nachteiligen wirtschaftlichen Folgen (Schäden) eintritt.“15 Dieses Risiko beruht darauf, dass Wirtschaftssubjekte über ihr wirtschaftliches Verhalten unter Unsicherheit entscheiden, so dass die Entscheidungen lediglich zu einer Wahrscheinlichkeitsverteilung von möglichen Ergebnissen, nicht jedoch zu einem bestimmten Ergebnis führen.16 Dies liegt wiederum darin begründet, dass die kausalen und finalen Beziehungen zwischen Handlung und Ergebnis durch Umwelteinflüsse geprägt werden, wobei keine oder nur unvollkommene Informationen über Wirkungs- und Einflussgrößen vorliegen.17 Die Wahrscheinlichkeitsverteilung der Ergebnisse ist durch den Erwartungswert, als dem mit den Wahrscheinlichkeiten gewichteten Durchschnitt aller Ergebnismöglichkeiten, und die Streuung, als Maß für die Abweichungen der einzelnen Ergebnisausprägungen, gekennzeichnet. Die folgende Abbildung 3 veranschaulicht die Risikoarten, die beim Einsatz von Alternativen Risikotransferinstrumenten relevant sind.18

Abbildung 3: Risiken beim Alternativen Risikotransfer (Quelle: In Anlehnung an SCHULENBURG (2004), S. 54-55)

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