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Psychotherapie in der GKV zwischen alten Kontroversen und gesetzlicher Neuregelung

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Edited By Astrid Wallrabenstein

Der Sammelband des Instituts für Europäische Gesundheitspolitik und Sozialrecht (ineges) enthält Vortrags- und Diskussionsbeiträge zu den im aktuellen Koalitionsvertrag geplanten Reformen zum rechtlichen Rahmenwerk der Psychotherapie und der psychotherapeutischen Versorgung. Hintergrund ist das 1999 in Kraft getretene Psychotherapeutengesetz, welches mit dem Psychologischen Psychotherapeuten und dem Kinder- und Jugendlichen-Psychotherapeuten zwei neue akademische Heilberufe schuf, die erstmals auch an der kassenärztlichen Versorgung teilnehmen konnten. Experten aus Theorie und Praxis sowie aus Wissenschaft und Politik äußern sich im vorliegenden Buch zu aktuellen Fragen der psychotherapeutischen Versorgung und Vergütung, der Anerkennung von Behandlungsmethoden und der Gestaltung der Berufsausbildung.
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Diskussionsbericht

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Die Diskussion im Anschluss an den Vortrag von Dipl.-Psych. Sabine Schäfer (Deutsche PsychotherapeutenVereinigung e.V.) eröffnete Prof. Dr. Ulrich Wenner (Bundessozialgericht) mit der Frage an Schäfer, ob sie ausdrücken wolle, dass die Trennung der Verfahren nicht mehr existiere und insbesondere, ob dies visionär oder deskriptiv zu verstehen sei.

Schäfer erwiderte, dass sie als Praktikerin verschiedene Verfahren kenne und im Angesicht eines Patienten diese so nicht völlig trennen könne, sondern vielmehr im Rahmen der Konzepte der psychotherapeutischen Behandlung das benutze, was den Patienten weiterbringe. Die Integration bestimmter Verfahren in die Richtlinienverfahren würde auf praktischer Ebene gelehrt, lediglich auf höheren Ebenen der Hierarchie sei dies ein Tabuthema.

Dipl.-Päd. Stuart Paul Massey Skatulla (Berufsverband der Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutinnen und Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten e.V.) widersprach aus der Position eines langjährigen Vertreters der Ausbildungskandidatinnen und -kandidaten der These, dass die Kandidaten nicht in einem Verfahren ausgebildet würden und stellte klar, dass die Verfahren als eine Art Grundsprache gelehrt würden. Im Zuge der Ausbildung würden zwar auch verschiedene andere Bestandteile integriert. Dies sei aber eher zu vergleichen mit dem Verhältnis von einer Muttersprache zu einer Fremdsprache bei einem Kind, die nur gelernt werden könne, wenn das Kind seine Muttersprache beherrsche.

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