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Psychotherapie in der GKV zwischen alten Kontroversen und gesetzlicher Neuregelung

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Edited By Astrid Wallrabenstein

Der Sammelband des Instituts für Europäische Gesundheitspolitik und Sozialrecht (ineges) enthält Vortrags- und Diskussionsbeiträge zu den im aktuellen Koalitionsvertrag geplanten Reformen zum rechtlichen Rahmenwerk der Psychotherapie und der psychotherapeutischen Versorgung. Hintergrund ist das 1999 in Kraft getretene Psychotherapeutengesetz, welches mit dem Psychologischen Psychotherapeuten und dem Kinder- und Jugendlichen-Psychotherapeuten zwei neue akademische Heilberufe schuf, die erstmals auch an der kassenärztlichen Versorgung teilnehmen konnten. Experten aus Theorie und Praxis sowie aus Wissenschaft und Politik äußern sich im vorliegenden Buch zu aktuellen Fragen der psychotherapeutischen Versorgung und Vergütung, der Anerkennung von Behandlungsmethoden und der Gestaltung der Berufsausbildung.
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Diskussionsbericht

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Die Diskussion im Anschluss an den Vortrag von Thomas Ballast (Techniker Krankenkasse) leitete Prof. Dr. Ulrich Wenner (Bundessozialgericht).

Holger Schildt (Rechtsanwalt) wies auf eine Überschrift in einer Folie von Ballast hin, wonach aus dem Gesundheitsreport 2013 der Techniker Krankenkasse (TK) hervorginge, dass in der ambulanten Psychotherapie heute „eher“ leichte Erkrankungen therapiert werden würden. In der Erläuterung von Ballast dagegen hieße es, dass Abrechnungsdaten der TK zeigen würden, dass jede vierte gemeldete Diagnose im Rahmen der ambulanten Psychotherapie leichten psychischen Erkrankungen zugeordnet werden könne. „Eher“ hieße doch wohl „überwiegend“ – also über 50 %, während jede vierte Diagnose 25 % bedeute. Damit stünden die beiden Aussagen im Widerspruch und wären somit nicht schlüssig.

Schildt erläuterte, dass die Ablehnung im Gutachterverfahren mit ca. 4 % zwar gering, dies aber gar nicht schlecht sei. Denn dieser Filter eliminiere gerade die Masse an unbegründeten Therapieanträgen. Weiterhin führte Schildt aus, dass die TK in ihrem TK-Modell andere Formen der Evaluierung versucht hätte zu finden – unter Verzicht oder Abänderung des Gutachterverfahrens – und zu dem Ergebnis gekommen sei, dass es keinen Unterschied zum Gutachterverfahren gebe. Daher sei das Gutachterverfahren – so Schildt – auch nicht so schlecht.

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