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Gesprochene Sprache in der philologischen Sprachausbildung

Theoretische Grundlagen – Empirische Befunde – Exemplarische Anwendungen

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Magdalena Thien

Dieses Buch ist ein Beitrag zu den intensiv geführten Diskussionen über die Beschreibung des Gegenstandsbereichs Sprache für den Fremdsprachenunterricht. Seit der Jahrtausendwende mehren sich seitens der didaktisch interessierten Sprachforschung im In- und Ausland verstärkt Stimmen, welche die ausschließliche Ausrichtung des DaF-Unterrichts an der Schriftsprache bezweifeln. Sie fordern die Fachgemeinschaft zu Überlegungen auf, welche Normen und Varietäten der deutschen Sprache in den unterschiedlichen Vermittlungskontexten von Sprache einzubeziehen sind. Die Autorin möchte die Relevanz der Vermittlung gesprochener Sprache im germanistischen Sprachunterricht herausstellen und damit eine breite Diskussion über theoretische und methodische Grundsatzfragen der Übertragung der linguistischen Erkenntnisse in die philologische Sprachpraxis entfachen wie auch eine Debatte über das Design der philologischen Sprachausbildung anregen.
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Vorwort

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Als Teilnehmerin der Tagung des Fachverbandes Deutsch als Fremdsprache im Jahr 2007 in Berlin habe ich den Vortrag von Herrn Prof. Reinhard Fiehler über gesprochenes Deutsch und seinen Stellenwert für den Deutsch als Fremdsprache-Unterricht gehört, in dem ich Antworten auf einige meiner bis zu diesem Zeitpunkt eher noch intuitiven als wissenschaftlichen Überlegungen zum Fremdsprachenlernen im institutionellen Lehr- und Lernkontext im Ausland bekommen habe. Als Sprecherin des Deutschen als Fremdsprache und Auslandsgermanistin, die in ihrer Sprachlernbiographie viel mehr mit geschriebenem als gesprochenem Deutsch zu tun hatte und deren mündliche Sprachproduktionen von gewissen Konsequenzen dieser Tatsache gezeichnet sind und gleichzeitig auch viel frappierende Ähnlichkeit mit der Mündlichkeit anderer polnischer Germanisten aufweisen, musste ich einsehen, dass einige relevante Eigenschaften, Funktionen und Erscheinungsformen von Sprache in dem von mir erfahrenen DaF-Unterricht womöglich außer Acht gelassen bzw. nicht genug expliziert wurden.

Durch den Vortrag inspiriert habe ich dann 2009 eine kleine Pilotuntersuchung an meiner Heimatuniversität in Olsztyn (Polen) unter Studierenden der Germanistik durchgeführt, die mich darin bestätigt hat, dass das Thema für fortgeschrittene DaF-Lernende, insbesondere Studierende der Germanistik und anderer germanistischer Fächer mit Schwerpunkt der deutschen Sprache im Ausland eine besondere Relevanz haben könnte und weiterer Forschungen und Überlegungen bedarf. Jetzt zum Ende des Jahres 2014 kann ich eine Arbeit abschließen, die ein Artefakt wissenschaftlicher Überlegungen, empirischer Untersuchungen und praktischer Erfahrungen ist und zur Optimierung der philologischen Sprachdidaktik beitragen möchte.

Ein umfangreiches wissenschaftliches Vorhaben abzuschlie...

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