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Traditionsbrüche

Neue Forschungsansätze zu Hermann Bahr

Series:

Tomislav Zelić

Fachleute aus den Bereichen der Germanistik und Komparatistik verfolgen in diesem Sammelband neue Forschungsansätze zu Hermann Bahr. Sie untersuchen Diskurse über Kaiserreich und Königtum, Krise und Kritik, Kairos und Katastrophe, Krieg und Kultur in den Essays und Reiseberichten, Zeitungsartikeln und Tagebüchern, aber auch Romanen und anderen Schriften eines Hauptvertreters der Wiener Moderne. Es werden kulturtheoretische Fragen nach der Konstitution und Konstruktion von Identität und dem Zulassen von Differenz gestellt – sowie nach den Konversionen der Weltanschauungen, Ideologien und Religionen vom Provinzialismus und Kosmopolitismus über Nationalismus, Militarismus und Imperialismus zu Katholizismus und Antisemitismus, Austroslawismus, Austromarxismus und Austro-Europäertum.
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Einleitung. Traditionsbrüche – Neue Forschungsansätze zu Hermann Bahr

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Anlässlich des 150. Geburtstages und 80. Todestages veranstaltete die Abteilung für Germanistik der Universität Zadar vom 17. bis 20. September 2014 eine internationale Tagung über Leben und Werk des österreichischen Schriftstellers, Literatur- und Theaterkritikers Hermann Bahr, geb. 1863 in Linz, † 1934 in München. Literaturwissenschaftlerinnen und -wissenschaftler aus den Fachbereichen der Germanistik, Slawistik und Komparatistik erhielten Gelegenheit neue Forschungsansätze vorzustellen. Untersuchungsgegenstand waren die k. k. Diskurse über Kaiserreich und Königtum, Krise und Kritik, Kairos und Katastrophe, Krieg und Kultur, Korruption und Kriminalität etc. in den Essays und Reiseberichten, Zeitungsartikeln und Tagebüchern, aber auch Romanen und anderen Schriften des als einen der Hauptvertreter der Wiener Moderne gefeierten Autors. Es wurden kulturtheoretische Fragen nach der Konstitution und Konstruktion von Identität und Toleranz von Differenz gestellt. Neben den kulturtheoretischen Kommentaren in den publizistischen Stellungnahmen zur Tagespolitik standen auch die zahlreichen Konversionen der Weltanschauungen, Ideologien und Religionen im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit: vom Provinzialismus und Kosmopolitismus über Nationalismus, Militarismus und Imperialismus zu Katholizismus und Antisemitismus, Austroslawismus, Austromarxismus und Austro-Europäertum. Mitunter wurden Bahrs kulturgeographische Positionierungen in dem Europa-Diskurs sowie insbesondere Mitteleuropa und der Kulturraum Adria-Alpen-Donau diskutiert. Im Anschluss an die postkoloniale Theorie des Orientalismus und die davon ausgehende Balkanismus-Debatte sowie die daraus noch herzuleitende Theorie des ‚Mediterranismus‘, d.h. der literarischen Imagination des Mittelmeers, wurde die Beziehung zwischen Europa und dessen Anderen unter die Lupe genommen, sei es nun der Orient, Balkan, Asien oder das Mittelmeer. Der vorliegende Sammelband stellt die Forschungergebnisse dem interessierten Fachpublikum vor....

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