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Mediale Verwertung von Sportveranstaltungen

Zivilrechtliche Grundlagen der Verwertung und kartellrechtliche Analyse der Einkaufsgemeinschaft der EBU

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Jessica Sänger

Das Buch befasst sich mit der Frage nach der Grundlage von Sportrechten im deutschen und englischen Recht und bietet eine detaillierte Untersuchung der kartellrechtlichen Zulässigkeit der Einkaufsgemeinschaft der EBU. Public Viewing, Live-Ticker und Spielpläne werden auf ihre Lizenzpflichtigkeit hin überprüft. Eine ausführliche Marktabgrenzung berücksichtigt aktuelle Entwicklungen in Technologie und Nutzerverhalten. Vor dem Hintergrund des More Economic Approach sowie der besonderen Beziehung zwischen exklusiver Verwertung und Kartellrecht zeigt sich, unter welchen Umständen Einkaufskooperationen auf den Märkten für attraktive Sportveranstaltungen zu verbotenen Wettbewerbsbeschränkungen und zum Missbrauch marktbeherrschender Stellungen führen können. Die Arbeit wurde mit dem Dissertationspreis der Dr. Feldbausch-Stiftung des Jahres 2015 ausgezeichnet.
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Teil 1: Einleitung

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Seit der ersten Live-Übertragung eines Fußballspiels in Deutschland im Jahr 1952 hat sich viel getan. Eine Vielzahl von Angeboten konkurriert heute um die Aufmerksamkeit der Nutzer. Im Zuge der Digitalisierung der Medienwelt verändert sich das Nutzungsverhalten der Konsumenten von Rundfunk und anderen Medienangeboten. Das Interesse am Sport als Medieninhalt bleibt jedoch nach wie vor besonders groß1. Zuweilen wird beim Verhältnis zwischen Sport und den Massenmedien von einer idealen Symbiose gesprochen2.

Vieles ist zur Veränderung der Rundfunklandschaft seit dem Hinzutreten privater Sendeunternehmen, zur Kommerzialisierung des Sports und zu steigenden Lizenzerlösen bereits gesagt worden. Im Zusammenhang mit der medialen Verwertung von Sportveranstaltungen entwickeln die Fragen ihrer zivilrechtlichen Grundlage jedoch heute vor dem Hintergrund der technischen Entwicklung neue interessante Aspekte. Diese Untersuchung wird sich daher zunächst mit den vielfältigen Fragestellungen rund um die sogenannten „Sportrechte“ befassen. Aktuelle Entwicklungen in der nationalen Rechtsprechung zu Fragen des Persönlichkeitsrechts, des Hausrechts, des Lauterkeitsrechts sowie eine wichtige Entscheidung des EuGH von 2011 zur Verwertung von Sportereignissen bieten die Möglichkeit zu vertiefter Analyse und aktueller Bewertung. Dabei ergeben sich interessante Aspekte der grundlegenden Frage nach absoluter oder relativer Wirkung von Rechtspositionen. Auch neue Formen der Verwertung von Sportveranstaltungen werden auf die Frage nach der Erforderlichkeit einer „Lizenzierung“ untersucht. Ein Blick auf den Umgang mit der Frage nach der Rechtsgrundlage der Verwertung von Sportveranstaltungen im englischen Recht bietet im Hinblick auf die europarechtlichen Fragen der kartellrechtlichen Untersuchung eine wichtige Horizonterweiterung.

Auch viele kartellrechtliche Fragen...

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