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Divergenz und Konvergenz von Umsatzsteuer und Einkommensteuer

Zur problematischen Verwendung ertragsteuerlicher Konzepte und Begriffe im Umsatzsteuerrecht

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Jochen Lutz Tillmanns

Das Steuerrecht ist durch eine zunehmende Binnenspezialisierung gekennzeichnet. Die Arbeit untersucht ausgewählte, vom Gesetzgeber angeordnete oder von den Rechtsanwendern hergestellte Anlehnungen und Verweise im Umsatzsteuerrecht auf das Einkommensteuerrecht. Denn obwohl Ertrag- und Umsatzsteuerrecht in Wissenschaft und Praxis vielfach eigene Welten sind, finden sich im Umsatzsteuerrecht sowohl de facto als auch de iure zahlreiche Anlehnungen an das Einkommensteuerrecht. Fraglich ist, inwiefern die rechtsgebietsspezifischen Aspekte einer einheitlichen oder zumindest angeglichenen Beurteilung entgegenstehen. Da umgekehrt eine Orientierung am Umsatzsteuerrecht für die einkommensteuerliche Beurteilung kaum stattfindet, hinterfragt die Arbeit zudem die Möglichkeit dieser Anlehnungsrichtung.
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Vorwort

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Diese Arbeit beschäftigt sich mit dem Verhältnis des Umsatzsteuerrechts zum Einkommen- und Körperschaftsteuerrecht. Es gibt einerseits zahlreiche Lebenssachverhalte, die zugleich eine ertrag- sowie eine umsatzsteuerrechtliche Würdigung erfordern. Neben dieser tatsächlichen Ebene der Überschneidungen sind andererseits auch auf rechtlicher Ebene eine Vielzahl von Schnittstellen und Berührungspunkten auszumachen.

Im Umsatzsteuerrecht lassen sich sowohl de facto als auch de iure zahlreiche Anlehnungen an das Einkommensteuerrecht erkennen. Diese tatsächlichen und rechtlichen Verknüpfungen des Umsatzsteuerrechts mit dem Einkommensteuerrecht werfen viele Rechtsfragen auf. Zwar ist eine Gleichbehandlung des Umsatz- und des Einkommensteuerrechts beziehungsweise eine Anlehnung im Umsatzsteuerrecht an das Einkommensteuerrecht nicht generell ausgeschlossen. Fraglich ist aber, inwiefern die rechtsgebietsspezifischen Aspekte – insbesondere wegen des unterschiedlichen europarechtlichen Einflusses auf die Rechtsgebiete – einer einheitlichen oder angeglichenen Beurteilung entgegenstehen. Mit dieser Fragestellung setzt sich die Arbeit im Zusammenhang mit ausgewählten Anlehnungen und Verweisen im Umsatzsteuerrecht auf das Einkommensteuerrecht auseinander. Unter dem Gesichtspunkt, dass eine umgekehrte Orientierung am Umsatzsteuerrecht für die einkommensteuerrechtliche Beurteilung kaum stattfindet, geht die Arbeit zudem der Frage nach, ob eine umgekehrte Anlehnung denkbar wäre, wenn sich die derzeitige Anlehnungsrichtung im Einzelfall als wenig hilfreich oder gar unmöglich darstellt.

Die Arbeit wurde im Sommersemester 2014 von der Juristischen Fakultät der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf als Dissertation angenommen.

Mein besonderer Dank gilt meinem Doktorvater Herrn Professor Dr. Klaus-Dieter Drüen, der mich während meiner Studienzeit und wissenschaftlichen Tätigkeit am Lehrstuhl für Unternehmenssteuerrecht, Bilanzrecht und Öffentliches...

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