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Paul Gerhardts Kirchenlieder

Eine kognitiv-linguistische Studie

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Ryszard Ziaja

Ryszard Ziaja verweist in dem Band auf beachtliche empirische Möglichkeiten der kognitiven Metapherntheorie im Hinblick auf Kirchenliedtexte. An konkreten Beispielen verdeutlicht er die Leistungskraft sowie die analytischen Grenzen dieses Ansatzes hinsichtlich der gewählten religiös-historischen Textsorte. Die vom Autor vorgenommene Verknüpfung einer postmodernen Analysetheorie kognitiv-linguistischer Art mit der Kirchenliedschöpfung Paul Gerhardts hat ein Rekontextualisierungsmodell historischer Sakraltexte hervorgebracht. Aufgrund des interdisziplinären Charakters ist das Buch für Linguisten, wie für Theologen, Literatur- und Kulturwissenschaftler von Interesse.
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Einleitung

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Die folgende Arbeit nimmt Bezug auf zwei wissenschaftliche Ebenen, die auf dem gewählten Korpus und der methodologischen Vorgehensweise gründen. Zum einen fügt sich die an dieser Stelle dargelegte Abhandlung in eine Reihe von Untersuchungen kognitiv-linguistischer Art, welche als Grundlage den kognitiven Metaphernansatz Lakoffs/Johnsons (1980) vorweisen.

Grundsätzlich handelt es sich in Bezug auf empirische Studien um Korpora alltäglicher Sprache, wobei vor allem konventionelle metaphorische Äußerungen aufgegriffen und hinsichtlich ihrer kognitiven Zusammenhänge analysiert werden. Demzufolge unterlag die Metapherntheorie Lakoffs/Johnsons im Laufe der Jahre einer weitgehenden Überarbeitung, vor allem in Bezug auf die analytische Vorgehensweise.

Die Besonderheit der hier vorliegenden Arbeit basiert jedoch auf dem gewählten Untersuchungskorpus der Kirchenlieder. Es wurden zwar kognitiv-linguistische Untersuchungen an religiösen Korpora vorgenommen, diese beruhten größtenteils auf der Bibel als Diskursbasis.

Eine empirische Metaphernanalyse von Kirchenliedtexten sei vor allem deshalb erstrebenswert, weil es sich hierbei um eine historisch-poetische Gattung von besonderer Qualität handelt. Die Zusammensetzung eines postmodernen Untersuchungsansatzes interdisziplinärer Art mit einer bedeutenden religiösen Quelle, wie die der Kirchenlieder, öffnet die Möglichkeit einer Rekontextualisierung der Korpus-Inhalte einerseits, sowie die Revidierung der Hauptthesen der kognitiven Metapherntheorie andererseits.

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