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Konstruktivismus im Literaturunterricht

Grundlagen und Unterrichtsbeispiele für die Sekundarstufen I und II

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Markus Schwahl

Das Buch beleuchtet die vielfältigen pädagogischen, didaktischen und methodischen Aspekte eines konstruktivistisch begründeten Literaturunterrichts. «Klassische» konstruktivistische Themen wie die Handlungs- und Produktionsorientierung und die Binnendifferenzierung unterzieht der Autor einer kritischen Überprüfung und entwickelt sie theoriekonform weiter. Einen weiteren Schwerpunkt bildet die Vereinbarkeit konstruktivistischer Lernarrangements mit kompetenzorientierten Unterrichtsmodellen. Der umfangreiche Praxisteil zeigt, wie konstruktivistische Elemente auf inhaltlicher und prozessualer Ebene in den Literaturunterricht der Sekundarstufen integriert werden können.
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II. Unterrichtsbeispiele

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Die nachfolgenden Unterrichtsmodelle schlagen literarische Texte für die Sekundarstufen I und II vor, die sich mit epistemologischen Fragestellungen beschäftigen und immer wieder auch die Wirklichkeitswahrnehmung ihrer eigenen Figuren zur Disposition stellen. Sie bieten somit auf inhaltlicher Ebene vielfältige Anknüpfungspunkte für einen konstruktivistischen Diskurs im Klassenzimmer. Die im Zusammenhang mit den jeweiligen Werken vorgeschlagenen methodisch-­didaktischen Schwerpunkte orientieren sich an den in Kapitel I skizzierten Grundlagen einer konstruktivistischen Literaturdidaktik und können mit geringfügigen Veränderungen auf jedes andere im Unterricht zu behandelnde literarische Werk übertragen werden. Sämtliche Unterrichtsmodelle stellen den Versuch dar, konstruktivistische Kategorien wie Individualisierung und Metakognition mit den Anforderungen des kompetenzorientierten Literaturunterrichts zu verknüpfen.

1Entdecke die Möglichkeiten – Konkurrierende Wirklichkeitsentwürfe in Seita Parkkolas Jugendroman Wir können alles verlieren. Oder gewinnen (2012)

Klassenstufen 7/8

Abweichungen von der ‚wirklichen‘ Wirklichkeit sind in der Kinder-­ und Jugendliteratur eher die Regel als die Ausnahme. Märchen-­ und Schauerelemente gehören seit jeher zum Repertoire eines erweiterten Wirklichkeitsbegriffs, wie ihn kinder-­ und jugendliterarische Texte für sich reklamieren. Seit es die Kinder-­ und Jugendliteratur als eigenes Genre gibt – man denke an James Barries Peter Pan (1904) –, definieren sich viele ihrer Gattungsvertreter über eine mehr oder weniger explizit formulierte Abwehrhaltung gegen die Erwachsenenwelt und deren Entwicklungserwartungen, aus der heraus die Inspiration für eine kindlich-­phantastische Sekundärwirklichkeit erwächst (Meißner 1989 und 1993). Auch die enorme Popularität postmoderner Fantasy-­Literatur...

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