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Die GmbH in der Krise

Geschäftsführerverantwortlichkeit im Vorfeld der Insolvenz

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Timo Wanner

Das Werk befasst sich mit den spezifischen Pflichten und Haftungsrisiken des GmbH-Geschäftsführers im Vorfeld der Insolvenz. Ziel ist es, diese unübersichtliche und verstreute Materie einer sinnvollen, systematischen Ordnung zuzuführen. Der Autor unterscheidet drei Regelungs- bzw. Pflichtenkreise: (1) die allgemeinen Pflichten des Geschäftsführers mit Blick auf die Unternehmenskrise, (2) die besonderen Pflichten des Geschäftsführers im Zusammenhang mit der Kapitalerhaltung und (3) die besonderen Pflichten des Geschäftsführers im Zusammenhang mit dem Solvenz- und Existenzschutz. Diesem von Generalklauseln und unbestimmten Rechtsbegriffen geprägten Regelungsbereich werden so brauchbare Konturen verliehen, die der besonderen Situation des Geschäftsführers auch in praktischer Hinsicht gerecht werden.
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6. Kapitel: Zusammenfassung

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6. Kapitel: Zusammenfassung

Die Ausführungen haben gezeigt, dass sich für die Geschäftsführer einer GmbH bereits im Vorfeld der Insolvenz besondere Verantwortlichkeiten ergeben. Neben der Grundpflicht zur ordnungsgemäßen Geschäftsführung treffen den Geschäftsführer in dieser Phase auch eine Vielzahl von besonderen Krisenpflichten. Speziell das MoMiG hat hier zu einer gesteigerten Verantwortung des GmbH-Geschäftsführers beigetragen und reiht sich damit in die in Europa vorherrschende Entwicklung ein, die erhöhte Attraktivität der kleinen Kapitalgesellschaft mit der Ausformung verschärfter Haftungsstandards für die Geschäftsleiter im Vorfeld der Insolvenz zu kompensieren, man denke an das britische „wrongful trading“, die französische „action en comblement du passif“ oder auch die österreichische „Unternehmensreorganisationshaftung“.

Die Arbeit hat darüber hinaus den Nachweis geführt, dass sich die im Gesetz nur vereinzelt vorkommenden und nicht aufeinander bezogenen Regeln im Wege einer Gesamtschau zu einem schlüssigen System aus verschiedenen Verhaltenspflichten verbinden lassen, die bereits im Vorfeld der Insolvenz greifen, aber sachlich eine mögliche Insolvenz in den Blick nehmen. Dieses die Gesellschaftsgläubiger teils mittelbar und teils unmittelbar schützende System lässt sich dabei in drei Regelungs- bzw. Pflichtenkreise unterteilen: die allgemeinen Pflichten des Geschäftsführers mit besonderer Fokussierung auf ihre Ausgestaltung hinsichtlich der Unternehmenskrise (krisenorientierte Pflichten) (1), die besonderen Pflichten des Geschäftsführers im Zusammenhang mit der Kapitalerhaltung (2) und die besonderen Pflichten des Geschäftsführers im Zusammenhang mit dem Solvenz- und Existenzschutz (3).

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