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Der literarische Text und I-Faktoren in der Übersetzung

Anhand ausgewählter Werke Zbigniew Herberts im Deutschen und Englischen- Eine kontrastive trilinguale Analyse

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Piotr Sulikowski

Der Autor erörtert übersetzungswissenschaftliche Probleme des literarischen Textes und definiert die diesen Begriff konstituierenden Faktoren – Indexikalität, Interkulturalität, Intersemiotizität und Intertextualität in der medialen Ära. In der Analyse poetischer Texte Zbigniew Herberts samt ihren Übersetzungen ins Englische und ins Deutsche beschreibt er die in der Übersetzung erscheinenden und diese bedingenden Phänomene wie Bedeutungsmigration, Interkultur und ihre Kondominien, Wissensdomänen und Äquivalenzfelder. Die Abhandlung enthält zudem aktuelle, textbasierte Interpretationen ausgewählter Werke des berühmten polnischen Dichters Zbigniew Herberts und leuchtet die kulturell und sprachlich bedingten Rezeptionsunterschiede des Originals und der Übersetzungen aus.
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3. Faktoren der literarischen Übersetzung

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Im Jahre 1981 erschien ein grundlegendes Werk im Bereich der Textlinguistik Einführung in die Textlinguistik von Robert-Alain de Beaugrande und Wolfgang Dressler. Außer zahlreichen interessanten Themenbereichen formulierten die Autoren eine Liste der so genannten Textualitätskriterien, die einem Sprachnutzer es ermöglichen sollten, kommunikative Texte von nicht kommunikativen Texten zu unterscheiden.3 Da ein nicht kommunikativer Text seine Basisfunktion nicht erfüllt, wird dieser als ein „Nicht-Text“ angesehen. Ein großes Problem scheinen aber literarische Texte darzustellen, die in ihrer Ausgangsform häufig andere Funktionen als standardmäßige Textkonstrukte zu erfüllen suchen, wie z. B. die ästhetische oder die fatische Funktion im Sinne der von Jakobson verwendeten Terminologie. Informativ bzw. kommunikativ müssen die literarischen Texte gar nicht sein, da die Grundlage ihrer Existenz die dargestellte Welt als eine literarische Interkultur ausmacht, worauf wir noch zurückgreifen werden. ← 11 | 12 →

Abb. 1 Der literarische Text und die I-Faktoren

Diese heutzutage inzwischen wohl bekannten Kriterien der Textualität sind: Kohäsion, Kohärenz, Intentionalität, Akzeptabilität, Informativität, Situationalität und Intertextualität (1981:1–14, passim).

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