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Der literarische Text und I-Faktoren in der Übersetzung

Anhand ausgewählter Werke Zbigniew Herberts im Deutschen und Englischen- Eine kontrastive trilinguale Analyse

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Piotr Sulikowski

Der Autor erörtert übersetzungswissenschaftliche Probleme des literarischen Textes und definiert die diesen Begriff konstituierenden Faktoren – Indexikalität, Interkulturalität, Intersemiotizität und Intertextualität in der medialen Ära. In der Analyse poetischer Texte Zbigniew Herberts samt ihren Übersetzungen ins Englische und ins Deutsche beschreibt er die in der Übersetzung erscheinenden und diese bedingenden Phänomene wie Bedeutungsmigration, Interkultur und ihre Kondominien, Wissensdomänen und Äquivalenzfelder. Die Abhandlung enthält zudem aktuelle, textbasierte Interpretationen ausgewählter Werke des berühmten polnischen Dichters Zbigniew Herberts und leuchtet die kulturell und sprachlich bedingten Rezeptionsunterschiede des Originals und der Übersetzungen aus.
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7. Schlussfolgerungen

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Das erste Ziel der vorliegenden Monographie war die Erarbeitung eines modifizierten Textbegriffs, der sich auf die bisherigen Errungenschaften der Linguistik stützt. Der Autor versteht die Notwendigkeit einer Begriffserweiterung und –modifizierung, mit besonderer Beachtung der bisherigen Forschung im Rahmen der Linguistik. Den Anlass für diese Zielsetzung bildet eine vollkommen neue, dynamisch-labile Situation und eine unterschiedliche Auswuchtung des bisher als mehr statisch angesehenen Textes in neuen Medien, die sowohl den Alltagsgebrauch wie auch den literarischen Gebrauch des Textes bedeutend beeinflussen. Besonders markant seien hier: die semantisch-pragmatische Relativierung der Textbestandteile, die immer stärker zum Vorschein kommende Indexikalität, Einbindung des Textgebildes in das multimediale und multimodale Netzwerk der intersemiotischen Relationen (Intersemiotizität), die um einen Text entstehende, von nationalen Sprachen größtenteils unabhängige Interkultur (Interkulturalität) und die inzwischen klassisch gewordene Intertextualität, die aber in der postmodernen Zeit zum festen Aufbauprinzip der meisten Kulturtexte geworden ist.

Das zweite Ziel war eine empirische Überprüfung des erarbeiteten Textbegriffs hinsichtlich der postulierten I-Faktoren anhand des poetischen Werks Zbigniew Herberts. Zu diesem Zwecke wurde der Band Wiersze zebrane einer Analyse hinsichtlich der indexikalischen, intersemiotischen, interkulturellen und intertextuellen Elemente, mit besonderer Berücksichtigung der Lyrik als einer Gattung der Literatur, unterzogen. Die ermittelten Phänomene wurden in knapper, tabellarischer Form im Kapitel 6 dargestellt. Der Vorteil der Untersuchung von den meisten veröffentlichten Gedichten Herberts ist eine mit zahlreichen Beispielen belegte Exemplifizierung der von uns definierten I-Faktoren sowie ihre weitgehende, aktuelle Auslegung. Zu betonen sei an dieser Stelle,...

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