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Interpassives Mittelalter?

Interpassivität in mediävistischer Diskussion

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Edited By Silvan Wagner

In diesem Band wird zum ersten Mal innerhalb der Mediävistik versucht, das vom Konzept des performative turn geprägte Bild vom interaktiven Mittelalter zu hinterfragen. Ausgangspunkt ist Robert Pfallers Entwurf eines interpassiven Aktionsmodus: Das Mittelalter wird hierbei eben nicht als interaktive Kultur gesehen, die politisch, religiös und literarisch von performativ-interaktiven Gruppenphänomenen gekennzeichnet ist. Vielmehr können Menschen, statt selbst zu agieren, Interaktion offenbar auch an andere delegieren, haben dabei aber dennoch in gewisser Weise Teil an dieser Interaktion. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Germanistik, Geschichtswissenschaft und Theologie untersuchen in den Beiträgen dieses Bandes, welche Konsequenzen sich daraus für das Bild vom interaktiven Mittelalter ergeben. Sie spiegeln die Ergebnisse einer interdisziplinären Fachtagung zum Thema «Interpassivität und Mediävistik» wider.
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Vorwort

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Der vorliegende Sammelband dokumentiert die Ergebnisse der interdisziplinären Tagung „Interpassivität und Mediävistik“, die vom 13.-15. Oktober 2012 vom Lehrstuhl für Ältere Deutsche Philologie der Universität Bayreuth ausgerichtet wurde. Dezidiertes Ziel der Tagung war es, in unterschiedlichen Herangehensweisen das Theorem der Interpassivität für die Mediävistik fruchtbar zu machen – nicht aber einen gemeinsamen ‚Königsweg‘ ihrer Anwendung oder auch ein abschließendes Ergebnis ihrer Anwendbarkeit zu formulieren. Entsprechend stellt der Sammelband eine Art mediävistischer Versuchsreihe dar.

Für den Wagemut, sich dieser Versuchsreihe persönlich zu stellen, danke ich an erster Stelle Robert Pfaller: Durch seine Anwesenheit auf unserer Tagung wurde aus einer eher akademischen Auseinandersetzung mit einem Theorem mitunter fröhliche Wissenschaft. Danken möchte ich damit auch allen Beiträgern, die gleichsam von der anderen Seite aus dasselbe Wagnis auf sich nehmen: nämlich das Mittelalter mit einer für diesen Gegenstandsbereich bislang völlig unerprobten und entsprechend unetablierten Denkweise lesen zu wollen. Ohne die Unterstützung meiner Bayreuther Kolleginnen wäre die Tagung nicht durchzuführen gewesen – vor allem Sonja Feldmann war mir in Planung und Durchführung der Tagung eine sehr große Hilfe. Dem Verlag Peter Lang und den Herausgebern der Reihe Bayreuther Beiträge zur Literaturwissenschaft danke ich für die freundliche und unkomplizierte Aufnahme des Tagungsbandes. Dankbar für ein umsichtiges Lekorat bin ich Christin Edelmann.

Bayreuth, November 2014← 7 | 8 →

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