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Danksagungen in Dissertationen

Zur Genese einer Textsorte

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Julia Wesian

Die Studie stellt die erste umfassende linguistische Analyse der Textsorte Dissertations-Danksagung im deutschsprachigen Raum dar. Auf der Grundlage eines eigens für die Untersuchung entwickelten Textbeschreibungsmodells wird die Entwicklungsgeschichte der Textsorte in vier ausgewählten Fachdisziplinen nachgezeichnet. Für die textlinguistische Forschung leistet diese empirische Arbeit insofern einen wichtigen Beitrag, als sie die Textlinguistik in ihrem Vorhaben unterstützt, eine flächendeckende Beschreibung der existierenden Textsorten zu erzielen.
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V Methodik und Hypothesen

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VMethodik und Hypothesen

1Methodisches Vorgehen bei der Erstellung und Auswertung des Korpus

Nach der Entscheidung bezüglich des Umfangs sowie der zeitlichen und fachspezifischen Einteilung des Korpus galt es, die entsprechenden Dissertationsschriften zu ermitteln. Diese Aufgabe war mit unterschiedlichen Herausforderungen verbunden, die im Folgenden näher erläutert werden sollen.

Zunächst sei darauf hingewiesen, dass im Rahmen der Korpuserstellung nicht sämtliche eingesehenen Dissertationen vollumfänglich in Bezug auf die Existenz einer Dissertations-Danksagung geprüft werden konnten. Fußnoten beispielsweise mussten aufgrund ihres hohen Auftretens bei der Analyse nahezu unberücksichtigt bleiben. Lediglich eine stichprobenartige Überprüfung konnte hier vorgenommen werden. Das Hauptaugenmerk lag vielmehr auf der systematischen Analyse der Peritexte Vorwort, Einleitung, Zusammenfassung, Nachwort und Lebenslauf sowie der unmittelbar vor Beginn und nach Ende des Haupttextes befindlichen Buchseiten, da hier erwartungsgemäß die Dissertations-Danksagung zu finden ist.

Ein bedeutender Teil der im Hauptkorpus enthaltenen Dissertations-Danksagungen konnte durch eine umfassende Recherche in den Universitäts- und Fachbibliotheken der Ruhr-Universität Bochum sowie der Universität Duisburg-Essen zusammengetragen werden. Auf die Unterstützung des digitalen Bibliothekskatalogs OPAC musste weitgehend verzichtet werden, weil sich die verfügbaren Suchkriterien nur in unzureichendem Maße auf die individuellen Bedürfnisse dieser Recherche anpassen ließen.119 So ist der OPAC nicht auf eine Suche ausgerichtet, bei der weder der Titel noch der Autor bzw. die Autorin eines Werkes von Relevanz sind, sondern bei der allein das Entstehungsjahr und die Fachdisziplin bedeutsam sind. Dieser Umstand führte zu...

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