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Zwischen Kreativität und Traditionsbewusstsein. Jean Sibelius’ Kammermusik vom Frühwerk zu «Voces intimae»

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Jorma Daniel Lünenbürger

Der Autor befasst sich mit der Kammermusik des finnischen Komponisten Jean Sibelius. Bevor dieser für seine Orchesterwerke berühmt wurde, schrieb er fast ausschließlich für kleinere Besetzungen. In späteren Jahren gab es hingegen nur noch einzelne Kompositionen. Eingebettet in den biographischen Kontext bildet die Analyse von sieben zyklischen Kammermusikwerken den Schwerpunkt des Buches. Neben den Gattungen Klaviertrio, Violinsonate und Klavierquintett steht dabei das Streichquartett an zentraler Stelle. Auf drei frühe Werke folgt Sibelius’ op. 56 mit dem vielsagenden Untertitel Voces intimae. Damit lieferte er einen bedeutenden Beitrag zur Gattungsgeschichte, der an der Schwelle zur Moderne zu neuen und innovativen Lösungen findet. Gerade durch seine kompositorische Kreativität entwickelte Sibelius ein immer differenzierteres Traditionsbewusstsein.
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Vorwort

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Jean Sibelius erfreut sich in der Musikforschung zu Beginn des 21. Jahrhunderts eines immer größeren Interesses. Das liegt zum Teil natürlich an den Jubiläen zum 50. Todestag 2007 und dem 150. Geburtstag 2015. Vor allem sind seine Werke jedoch in einer Breite zugänglich, die noch vor wenigen Jahrzehnten unvorstellbar war. Trotz einer enorm angewachsenen Sibelius-Forschung gibt es noch viele Fragestellungen, die bisher wenig behandelt worden sind. Dazu gehört auch die Kammermusik, der sich die vorliegende Arbeit widmet.

Diese Arbeit ist 2013 unter dem Titel „Kreativität und Tradition. Studien zu Jean Sibelius’ Kammermusik“ der Philosphischen Fakultät II an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg als Dissertation vorgelegt worden. An erster Stelle möchte ich mich bei meinem Betreuer Herrn Prof. Dr. Tomi Mäkelä bedanken, der mir über viele Jahre zur Seite stand. Neben seiner inhaltlichen und organisatorischen Hilfe bei der Entstehung der Arbeit bin ich ihm auch zum Dank verpflichtet für die Aufnahme in die Reihe Interdisziplinäre Studien zur Musik beim Verlag Peter Lang. Vom Mitherausgeber dieser Reihe, Herrn PD Dr. Tobias Robert Klein (Humboldt-Universität zu Berlin), erhielt ich in der Korrekturphase großzügige Hilfe. Ich danke auch Herrn Prof. Dr. Peter Revers (Universität für Musik und Darstellende Kunst Graz) für seine Bereitschaft, die Begutachtung zu übernehmen, und Frau Prof. Dr. Ines Bose (Halle-Wittenberg) für den Vorsitz der Promotionskomission und ihre Hilfe bei allen formalen Fragen.

Viele Menschen haben mich dar...

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