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Paradoxien der soziologischen Vernunft und ihre Überwindung

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Heinz Georg Kuttner

Das Buch beleuchtet die Wechselwirkung zwischen Mensch und Gesellschaft. Da der Mensch nicht als ein biologisch, psychisch und sozial determiniertes Lebewesen angesehen werden kann, sondern als ein sinnenbegabtes Vernunftwesen, kommt ihm als selbständig denkendes und handelndes Wesen ein substantielles Sein und der Gesellschaft ein relationales Sein zu. An Stelle einer empirisch subjektlosen und einer konstruktivistisch objektlosen Konzeption der Soziologie verfolgt der Autor eine an der analogia entis orientierte Konzeption der Soziologie. Im Unterschied zu einer aposteriorisch orientierten empirischen und einer apriorisch orientierten soziologischen Vernunft geht eine am Naturrecht orientierte soziologische Vernunft davon aus, dass der Bereich der Freiheit und Determination, des Seins und Sollens nicht als disjunkte, sondern als komplementäre Bereiche anzusehen sind. Von daher lässt sich normativ begründen, ob eine Gesellschaft gerecht oder ungerecht ist.
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Anhang: Enzyklika „Evangelium vitae“ vom 25. März 1995 von Papst Johannes Paul II. über den Wert und die Unantastbarkeit des menschlichen Lebens

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Anhang:  Zusammenfassung der Enzyklika „Evangelium vitae“ vom 25. März 1995 von Papst Johannes Paul II. über den Wert und die Unantastbarkeit des menschlichen Lebens

Bereits der Titel der Enzyklika sagt, worum es geht: um „den Wert und die Unantastbarkeit des menschlichen Lebens“.

Sodann ist sowohl das Datum und auch die Widmung bedeutungsvoll. Das Datum einer Verlautbarung, einer Enzyklika hat meist hinweisenden Charakter auf das Dokument selbst und wird daher oft vom Papst mehr oder weniger frei gewählt. Papst Johannes Paul II. hat bewusst als Datum den 25. März ausgewählt, das Hochfest der Verkündigung Mariä, d. h. den Tag, an dem Gott die Gottesmutter um ihre Mitwirkung bei der Menschwerdung des Sohnes bittet, ihr Ja einholt, das sie in Freiheit geben oder verweigern kann. Es ist der Tag an dem – aufgrund des „Ja“ der Gottesmutter ein neues Leben auf der Erde beginnt und zwar in ihrem Schoß, nämlich das menschliche Leben des Sohnes Gottes.

Die Enzyklika ist gerichtet „an die Bischöfe, Priester, Diakone, die Ordensleute und Laien sowie an alle Menschen guten Willens“ – d. h. sie richtet sich nicht spezifisch nur an Katholiken, ja nicht mal spezifisch nur an Christen, sondern an alle Menschen die guten Willens, die mitwirken an der Realisierung einer Zivilisation der Liebe. Die Enzyklika beruft sich dementsprechend nicht nur auf die Heilige Schrift und die Tradition, sondern argumentiert mit allen Menschen erkennbaren Vernunftwahrheiten und leitet daraus Forderungen ab, die alle betreffen – eben nicht nur...

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