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Hexenversammlung und Walpurgisnacht in der deutschen Dichtung

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Alexander Rost

Die Walpurgisnacht, die Nacht vom 30. April auf den 1. Mai, ist nach volkstümlicher Vorstellung das einschlägige Datum für die Zusammenkunft von Geistern und Hexen. Während der Hexenverfolgungen galt die Teilnahme am vermeintlichen Hexenkonvent als wichtiges Indiz für das Crimen magiae, das Zaubereiverbrechen. Doch darüber hinaus wurde die Walpurgisnacht mit der Zeit ein verbreitetes kulturelles Thema. Literarisch bekannt geworden ist sie vor allem durch Goethes Faust-Dichtung. Die Studie erschließt in der deutschsprachigen Dichtung von der Frühen Neuzeit bis zur Gegenwart die Stoff- und Motivgeschichte der Walpurgisnacht und der sich zumeist in dieser Nacht ereignenden Geister- und Hexenversammlung.
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Die akademischen Arbeiten aus Düsseldorf, die unter dem historisch legitimierten Titel „Maß und Wert“ erscheinen werden, verfolgen das Ziel, die problematische Bindung von Wissenschaft an Ethik mittelbar und unmittelbar anzusprechen. Die intensive aktuelle Debatte geht vor allem von naturwissenschaftlichen Erkenntnissen aus, doch sie ist seit den Jahren der deutschen und jüdischen Katastrophe unabdingbarer Bestandteil der Selbstreflexion der deutschen Literaturwissenschaft. Die Zeitschrift „Maß und Wert“ war in den Jahren 1937–1940 eines der Mittel, mit denen Thomas Mann sich der Verkennung der deutschen Entwicklung entgegenstellte.

Inhaltlich sollen die germanistischen Studien ihr Maß aus dem Wert des Menschen gewinnen, sich systematisch im Hinblick auf den Vers „The proper study of mankind is man“ aus Alexander Popes Lehrgedicht „Essay on Man“ begründen lassen. „Euch ist kein Maß und Ziel gesetzt“ – das sind Worte Mephistos, nachdem Faust den Pakt mit ihm geschlossen hat, zugleich aber Ausdruck der objektiven Gefährdung des neuzeitlichen Forschens. Sie wird im Werk Friedrich Nietzsches mit dem Kollektivsingular „im Menschen ist Geschöpf und Schöpfer vereint“ vielfach variiert ausgeführt.

Methodisch ist die Reihe für alle Zugänge offen, möchte nicht in den Ton des Baccalaureus im „Faust“ II verfallen, der „anmaßlich“ findet, was nicht der eigenen Perspektive entspricht.

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