Show Less
Restricted access

Grundsätze angemessener Vorstandsbezüge

Series:

Christina Kaiser

Dieses Buch untersucht die gesetzlichen Regelungen zur Begrenzung der Vorstandsgehälter. Ausgehend von den USA haben sich in den letzten zwei Jahrzehnten auch in Deutschland teilweise astronomische Steigerungen der Vorstandsvergütungen ergeben. So erzielten Vorstandsvorsitzende wie der Porschevorsitzende Wedekind laut Gehaltsdaten aus dem Geschäftsjahr 2007/2008 77,4 Millionen Euro. Möglich wird dies mit Hilfe komplexer Vergütungssysteme. Der Untersuchung vorangestellt wird eine Erörterung des Themas aus ökonomischer Sicht. Die Höhe des Einkommens ist ein Produkt von Anreizen, die Leistung und Erfolg belohnen. Fraglich ist allerdings, ob von den derzeit bestehenden Vergütungssystemen nicht auch gefährliche Anreize zu kurzfristigem Fehlverhalten ausgehen.
Show Summary Details
Restricted access

Teil F: Zivilrechtlicher Rahmen der Vorstandsvergütung

Extract



Um Vorstandsvergütung richtig zu verstehen müssen auch die juristischen Grundlagen klar sein. Grundlage für die Vorstandsverträge ist der Dienstvertrag.

Der Dienstvertrag eines Vorstandsmitglieds kann wie jeder andere Vertrag, frei und grundsätzlich ohne äußere Einflussnahme ausgehandelt werden. Die unternehmerische Freiheit der Aufsichtsratsmitglieder die Vergütung der Vorstandsmitglieder innerhalb des Anstellungsvertrages festzusetzen, muss sich aber im Rahmen der Grenzen des allgemeinen Zivilrechtes bewegen. Grenzen der Vertragsfreiheit stellt das BGB in den §§ 134, 138, bzw. 158, 242 BGB auf. Außerhalb der allgemeinen Grenzen der dienstvertraglichen Vergütung gibt es zusätzlich im Bereich der Aktiengesellschaften gemäß § 87 AktG eine weitergehende Einschränkung des unternehmerischen Handlungsspielraums der Aufsichtsräte. Gemäß § 87 Abs. 1 S. 1 AktG muss der Aufsichtsrat dafür sorgen, dass die Vergütung jedes Vorstandsmitglieds in einem angemessen Verhältnis zu dessen Aufgaben und Leistungen sowie zur Lage der Gesellschaft steht und die übliche Vergütung nicht ohne besondere Gründe übersteigt.

I. Vertragliche Grenzen bei der Vergütungsverhandlung

1. Nichtigkeitsgründe bei Vergütungsvereinbarungen

You are not authenticated to view the full text of this chapter or article.

This site requires a subscription or purchase to access the full text of books or journals.

Do you have any questions? Contact us.

Or login to access all content.