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Grundsätze angemessener Vorstandsbezüge

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Christina Kaiser

Dieses Buch untersucht die gesetzlichen Regelungen zur Begrenzung der Vorstandsgehälter. Ausgehend von den USA haben sich in den letzten zwei Jahrzehnten auch in Deutschland teilweise astronomische Steigerungen der Vorstandsvergütungen ergeben. So erzielten Vorstandsvorsitzende wie der Porschevorsitzende Wedekind laut Gehaltsdaten aus dem Geschäftsjahr 2007/2008 77,4 Millionen Euro. Möglich wird dies mit Hilfe komplexer Vergütungssysteme. Der Untersuchung vorangestellt wird eine Erörterung des Themas aus ökonomischer Sicht. Die Höhe des Einkommens ist ein Produkt von Anreizen, die Leistung und Erfolg belohnen. Fraglich ist allerdings, ob von den derzeit bestehenden Vergütungssystemen nicht auch gefährliche Anreize zu kurzfristigem Fehlverhalten ausgehen.
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Teil H: Weitere Ansatzpunkte der Vergütungsregulierung

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I. Entflechtung der Beziehungen zwischen Vorstand und Aufsichtsrat

1. § 100 Abs. 2 S. 1 Nr. 1–3 AktG

§ 100 Abs. 2 S. 1 Nr. 1 AktG bestimmt, dass nicht Mitglied eines Aufsichtsrats sein kann, wer bereits in zehn Handelsgesellschafen, die gesetzlich einen Aufsichtsrat zu bilden haben Aufsichtsratsmitglied ist. Reformbestrebungen die Zahl herabzusetzen, etwa auf fünf oder drei Mandate haben sich nicht durchsetzen können.374 Ziel der Regelung ist es, die Konzentration von wirtschaftlichem Einfluss in den Händen weniger zu unterbinden und sicherzustellen, dass das Aufsichtsratsmitglied genügend Zeit für das Mandat aufbringt.375

§ 100 Abs. 2 S. 1 Nr. 2 AktG verbietet es demjenigen Aufsichtsrat zu werden, der gesetzlicher Vertreter eines von der Gesellschaft abhängigen Unternehmen ist.

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