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Adjektivvalenz und präpositionale Komplemente

Eine framebasierte Untersuchung zu Syntax und Semantik der präpositionalen Komplemente bei Adjektiven

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Lyubomyr Matsekh-Ukrayinskyy

Thema des Buches ist eine korpus- und framebasierte Beschreibung der semantischen und syntaktischen Struktur der präpositionalen Komplemente bei Adjektiven unter Berücksichtigung der Ergebnisse der aktuellen Valenzforschung. Eine weitere Komponente ist die Bestimmung von Kriterien und Testverfahren zur Unterscheidung zwischen obligatorischen und fakultativen präpositionalen Komplementen und Supplementen. Das vom Autor verwendete Untersuchungsmodell enthält die Angaben zu Argumentstruktur, semantischer und syntaktischer Valenz des entsprechenden Adjektivs, zur Obligatheit bzw. Fakultativität des präpositionalen Komplements und zum Frame, zu welchem dieses Adjektiv gehört.
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3. Die Formulierung des eigenen Standpunktes

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3.  Die Formulierung des eigenen Standpunktes

In diesem Kapitel wird auf den theoretischen Hintergrund der vorliegenden Untersuchung, die Datenbasis, die Arbeitsweise im Korpus und mit den aus dem Korpus gewonnenen Belegen eingegangen. Neben der dieser Arbeit zugrunde liegenden Auffassung der Valenz werden hier die eigene Definition der Wortart Adjektiv formuliert und die Valenzkriterien für die Unterscheidung zwischen Ergänzungen und Angaben sowie zwischen obligatorischen und fakultativen Ergänzungen zusammengefasst. Es werden außerdem die semantischen und syntaktischen Relationen und ihre jeweilige Kombination im Zusammenhang dieser Unterscheidung erklärt. Weiter wird die eigene Auffassung des Frames vorgestellt. Im Folgeschritt werden die Datenbasis, das Korpus und die Operationen beschrieben, mit denen im Korpus gearbeitet wird. Am Schluss steht die Darstellung des verwendeten Untersuchungs- und Beschreibungsansatzes. Dabei wird neben dem Untersuchungsmodell und der Arbeitsweise mit den aus dem Korpus extrahierten Belegen auch die Methode beschrieben, mit der die Adjektive den Frames zugeordnet werden.

3.1 Die theoretische Basis der Arbeit

Die theoretische Grundlage der vorliegenden Untersuchung ist die Auffassung, dass Valenz ein mehrdimensionales Gebilde ist (Jacobs 1994; Zifonun et al. 1997), das nicht nur auf der syntaktischen und der semantischen Ebene vorkommt, sondern auch als eines der Konstruktionsprinzipien menschlicher Kognition im Sinne des Ereignisbegriffs nach Klix und van der Meer (Klix 1991, 1992, 1993; van der Meer 1993) auftritt. Wie es u. a. die Experimente zu beweisen scheinen (Shank/Abelson 1977; Klix/van der Meer, Elke/Preuß, Matthias/Wolf 1987; Klix 1992, 1994, 1998; Noë 2004), ist das Prinzip der Valenz...

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