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Managementwissen für eine innovative und lernende öffentliche Verwaltung

Grundlagen eines wirkungsorientierten, kreativen und ganzheitlichen Verwaltungsmanagements

Rüdiger Nolte and Sabine Zimmermann

Dieses Lehrbuch bietet – im Kontext einer lernenden und innovativen Verwaltung – eine komprimierte und praxisnahe Einführung in die öffentliche Managementlehre und einen umfassenden Überblick über die relevantesten Reform- und Managementkonzepte. Die New Public Management- und Public Governance-Konzepte bilden die Basis eines umfassenden staatlichen Modernisierungs- und Innovationsprozesses. Da auch die öffentlichen Verwaltungen auf ihrem langen Weg durch die Reformen in einem Umfeld agieren, das zunehmend dynamischer und komplexer wird, kommt ihrer Lern- und Entwicklungsfähigkeit eine erhebliche Bedeutung zu. Die Initiierung individueller und organisationaler Lernprozesse sowie die Mobilisierung der dazu erforderlichen Ressourcen stellt eine besondere Herausforderung an das Management der öffentlichen Verwaltungen dar.
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1. Einführung

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1.1 Die Organisationseinheiten der öffentlichen Verwaltung als Betriebe

1.1.1 Die Notwendigkeit des Wirtschaftens in der öffentlichen Verwaltung

Das so genannte Erkenntnisobjekt der Betriebswirtschaftslehre ist das „Wirt­schaften“. Die Notwendigkeit des Wirtschaftens im Sinne einer möglichst effizienten und wirksamen Nutzung knapper Güter resultiert aus der Tatsache, dass einer unbegrenzten Menge an individuellen und kollektiven Bedürfnissen eine nur begrenzte Menge an verfügbaren Ressourcen gegenübersteht. Die Knappheit sämtlicher Ressourcen zwingt somit zum Wirtschaften (vgl. Dincher et al., 2010, 1). Diese fundamentale Erkenntnis gilt selbstverständlich auch für die gemeinwohlorientiert handelnden öffentlichen Verwaltungen und deren Funktion als Dienstleister an der Gesellschaft.

Auch das öffentliche wirtschaftliche Handeln ist ebenso wie das private Handeln an bestimmten Zielen orientiert (vgl. Scherf, 2011, 6). Während die Entscheidungen privater Wirtschaftssubjekte an individuellen Zielen und vorrangig an einer Maximierung des eigenen Nutzens und Gewinns ausgerichtet sind, orientieren sich die Aufgaben und Leistungen des Staates und seiner Einrichtungen primär an gesamtgesellschaftlichen und gesamtwirtschaftlichen Zielen. Dazu zählen insbesondere die Maximierung des Gemeinwohls, die Daseinsfürsorge sowie die Gewährleistung innerer und äußerer Sicherheit und sozialer Gerechtigkeit (vgl. Scherf, 2011, 6).

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