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Chancen der Weiterentwicklung der Musikerziehung durch den interkulturellen Dialog zwischen Europa und Asien

Anhand der Beispiele Österreich und Südkorea

Ji Sun Kim

Das Buch beschäftigt sich in Form einer Meinungsforschung unter südkoreanischen Studierenden und Professor/innen der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien mit soziokulturellen Hintergründen und Erwartungen dieser Studierenden. Anlass ist die offensichtliche Tatsache, dass aus der westlichen Kunstmusik der Gegenwart asiatische Künstler/innen nicht mehr wegzudenken sind. Westliche Kunstmusik ist für südkoreanische Studierende nicht länger fremdes Kulturgut, vielmehr ist sie von klein auf Teil ihrer kulturellen Identität. Die Autorin legt mit ihrem Buch den Grundstein für einen besseren interkulturellen Dialog in der Musikerziehung, von dem Studierende und Ausbildungsstätten profitieren können.
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3. Koreanische und europäische Musikerziehung im historischen Vergleich

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3.  Koreanische und europäische Musikerziehung im historischen Vergleich

Zum Verständnis des soziokulturellen Hintergrunds südkoreanischer Studierender reicht es nicht aus, die Verbindung der koreanischen Kultur mit westlicher Kunstmusik im 20. Jahrhundert zu beleuchten. Um die Motivation und Beweggründe dieser Studierenden zu verstehen, wird in Kapitel 3 überblicksmäßig die Geschichte der koreanischen sowie der europäischen Musikerziehung sowie der Einfluss der westlichen Musikerziehung auf Korea erläutert. Weiter wird in Kapitel 4 näher auf gesellschaftliche Besonderheiten in Südkorea, besonders in Bezug auf Ausbildung und Arbeitsmarkt eingegangen.

3.1.1 Die Zeit der Drei Königreiche (57 v. u. Z.- 668 u. Z.)

Historische Aufzeichnungen über Korea beginnen in etwa im Jahr 57 v. u. Z., dem Zeitpunkt der Gründung der drei Königreiche. Aus der Zeit davor sind in musikalischer Hinsicht hauptsächlich schamanische Musiktraditionen mit Tanz und Perkussion bekannt.

Diese ersten Aufzeichnungen über Korea sind bezeichnenderweise in chinesischen Geschichtswerken zu finden, was exemplarisch für den großen Einfluss Chinas auf die historische koreanische Kultur ist. Wie Zeng Jinshou in der Arbeit „Chinas Musik und Musikerziehung im kulturellen Austausch mit den Nachbarländern und dem Westen“ schreibt, begann dieser kulturelle Austausch bereits kurz nach der Gründung der drei Königreiche und China sollte bis ins 19. Jahrhundert für die koreanische Kultur und Musikkultur prägend bleiben.

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