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Rhetorik und Kulturen

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Edited By Michel Lefèvre, Katharina Mucha-Tummuseit and Rainer Hünecke

Aus der Perspektive der Sprach-, Literatur- und Kulturwissenschaft nehmen die Beiträge des Bandes das Zusammenspiel von Rhetorik und Kulturen vom 8.–21. Jahrhundert in den Blick. Rhetorische Konstruktionen tradieren, modifizieren und verweben kulturelle Strömungen als eine spezifische Kompetenz von kulturellem Ausdruck. Die Beiträge sind theoretisch und methodisch vielfältig ausgerichtet. Einige stellen empirische Analysen rhetorischer Gepflogenheiten bereit, die synchron innerhalb eines Systems Bestand haben und dieses konturieren, oder die diachron im Wechsel kultureller Strömungen auftauchen oder verschwinden.
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Gisela Brandt - Zum Zusammenspiel von binnendeutscher und inseldeutscher Sprachkultur in den Mitauiſchen Nachrichten von Staats= gelehrt= und einheimiſchen Sachen (1766ff.)

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Gisela BRANDT

Berlin

Zum Zusammenspiel von binnendeutscher und inseldeutscher Sprachkultur in den Mitauiʃchen Nachrichten von Staats= gelehrt= und einheimiʃchen Sachen (1766ff.)

The so-called german culture in the Duchy Kurland and Semgallen at the second half of the 18th century – at that time part of Poland’s kingdom, today part of Latvia – was shaped not only by the german duke and his russian noble wife but also to a great extent by the nobility and the merchants. Although the majority of the population (Latvians, Poles, Russians) living as farmers and serfs had not learnt to read or write there was a cultural exchange between them.

The printing of Mitau, since 1761 in the hands of Christian Liedtke who was born in Wehlau (Prussia) in 1733, published articles in German and Latvian, since 1766 in a weekly journal, called Mitauiʃche Nachrichten. Hence, two language cultures clashed. The paper analyses the designing of the interaction between them.

Die Mitauer Druckerei, die sich über einige Druckerzeugnisse bis 1669 zurückverfolgen lässt, war seit 1761 in den Händen des 1733 in Wehlau (Preußen) geborenen Christian Liedtke. Bei ihm wurde deutsch und lettisch gedruckt. Seit 1766 gibt es eine deutsche periodische Wochenzeitung, die vor allem Übernahmen aus eingehenden deutschen Zeitungen, aber auch kurländische Beiträge publiziert. Binnendeutsche und inseldeutsche Sprachkultur treffen so aufeinander. Wie sich das in der Gestaltung der Nachrichten reflektiert, soll erörtert werden.

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