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Rechenschwierigkeiten vorbeugen

Kinder mit Lernschwierigkeiten in der Entwicklung ihrer frühen mathematischen Kompetenzen unterstützen

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Christina Ostertag

Es gibt viele Ansätze für das Kindergartenalter, Rechenschwierigkeiten vorzubeugen. Die Autorin untersucht eine Methode, die die Finger als Veranschaulichungsmittel verwendet. Vorschulkinder mit Lern- und Rechenschwierigkeiten wurden im Rahmen einer Einzelfallstudie über einen Zeitraum von mehreren Wochen mit der kym® gefördert. Überprüft wurden die mathematische Entwicklung und spezifische Fähigkeiten wie z. B. der Zahlensinn. Die Förderkinder erzielten nach einer kurzen Intervention deutlich höhere Lernzuwächse in ihrer mathematischen Entwicklung als die Kontrollkinder.
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6 Kybernetische Methode (kym®)

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Die Bedeutung der Finger für die mathematische Entwicklung des Kindes wurde im vorherigen Abschnitt diskutiert. Mehrheitlich wurde auf die Möglichkeiten hingewiesen, die die Arbeit mit den Fingern bietet, um die Entwicklung früher mathematischer Kompetenzen zu unterstützen. Mit der Kybernetischen Methode (kym®) wird nun ein Förderansatz zur Prävention von Rechenschwierigkeiten vorgestellt, der die Finger explizit als Darstellungsmittel nutzt und mit ihrer Hilfe mathematische Einsichten vermitteln will (vgl. DREHER 2009b). Nach einer Einführung in die kym®, ihre Entstehung, Ziele, inhaltliche Schwerpunkte und Methoden wird die kym® für den Bereich Rechnen im Kindergarten beschrieben und anschließend diskutiert.

6.1 Allgemeine Darstellung der kym®

Der Begriff „Kybernetik“ leitet sich vom griechischen Wort „kybernetes“ ab und bedeutet Steuermann eines Schiffes. Die Kinder sollen im Umgang mit ihrem Körper beim Lernen ihr eigener Steuermann werden, d.h. zielstrebig ihr Handeln und Lernen selbst lenken. Dazu leitet sie die Kybernetische Methode (kym®) an (vgl. DREHER 2009b, S. 1). Das Ziel der kym® im Kindergarten ist es, die Kinder mit günstigen Lernvoraussetzungen auszustatten und sie so erfolgreich auf die Schule vorzubereiten. Auf diesen Lernvoraussetzungen bauen dann die Bereiche Rechnen, Schriftspracherwerb und die Aufmerksamkeitsentwicklung in der Schule weiter auf. Der Aufmerksamkeitsentwicklung kommt in der kym® ein zentraler Stellenwert zu (vgl. DREHER/DREHER-SPINDLER 2001b, S. 8 f.).

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