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Rechenschwierigkeiten vorbeugen

Kinder mit Lernschwierigkeiten in der Entwicklung ihrer frühen mathematischen Kompetenzen unterstützen

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Christina Ostertag

Es gibt viele Ansätze für das Kindergartenalter, Rechenschwierigkeiten vorzubeugen. Die Autorin untersucht eine Methode, die die Finger als Veranschaulichungsmittel verwendet. Vorschulkinder mit Lern- und Rechenschwierigkeiten wurden im Rahmen einer Einzelfallstudie über einen Zeitraum von mehreren Wochen mit der kym® gefördert. Überprüft wurden die mathematische Entwicklung und spezifische Fähigkeiten wie z. B. der Zahlensinn. Die Förderkinder erzielten nach einer kurzen Intervention deutlich höhere Lernzuwächse in ihrer mathematischen Entwicklung als die Kontrollkinder.
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12 Diskussion und Ausblick

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Das Ziel der empirischen Studie war die Überprüfung der Frage, ob und falls ja in welchen Bereichen die Förderung mit der kym® zur Prävention von Rechenschwierigkeiten beitragen kann. Dazu wurden die Auswirkungen der Förderung auf die mathematische Entwicklung (vgl. Hypothese 1) und auf weitere in der Forschung für bedeutsam erachtete mathematische Kompetenzen (vgl. Hypothese 2 bis 6) untersucht. Letztere werden von manchen Autoren auch als Vorläuferfähigkeiten bezeichnet. Zudem wurden langfristige Effekte der Förderung und der Einfluss des Interventionszeitraums untersucht (vgl. Hypo­these 7 und 8). In diesem Kapitel soll nun das methodische Vorgehen sowie die aufgestellten Hypothesen und verwendeten Messinstrumente kritisch reflektiert werden (vgl. Unterkapitel 12.1 und 12.2). Im Anschluss werden die Ergebnisse der Studie bewertet (vgl. Unterkapitel 12.3). Abschließend werden Konsequenzen für weitere Forschungen im Sinne eines Ausblicks formuliert (vgl. Unterkapitel 12.4).

Ein Ursache-Wirkungszusammenhang zwischen der Förderung mit der kym® (Intervention, UV) und der mathematischen Entwicklung von Vorschulkindern mit Lernschwierigkeiten (AV) konnte direkt im Anschluss an die Intervention festgestellt werden. Die Förderkinder steigerten sich in einem höheren Maß auf der Niveaustufe 1 (Zählzahlkonzept; vgl. RICKEN/FRITZ/BALZER 2013) als die Kontrollkinder. Für die weiteren überprüften mathematischen Kompetenzen und die mathematischen Vorläuferfertigkeiten im Sinne der kym® ließen sich keine Ursache-Wirkungszusammenhänge belegen. Zudem konnten nicht alle Förderkinder ihre Lernfortschritte nach dem Aussetzen der Förderung beibehalten (vgl. Hypothese 7). Im Rahmen eines Vergleichs der Förderkinder konnten zudem positivere...

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