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Zwischen englischsprachigem Studium und landessprachigem Umfeld

Internationale Absolventen deutscher und dänischer Hochschulen

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Frauke Priegnitz

Die Arbeit untersucht die Integration und Bindung internationaler Absolventen englischsprachiger Studiengänge in Deutschland und Dänemark an ihr Gastland. Anhand von Interviews mit HR-Managern internationaler Unternehmen werden zunächst die sprachlichen Anforderungen und die Beschäftigungsfähigkeit von Alumni mit geringen Kenntnissen der Landessprache erhoben. Die anschließende Absolventenbefragung beleuchtet die frühere Sprachlernmotivation, die Studienbedingungen, den Sprachlernerfolg und die heutigen Bindungen der Absolventen. Die Retrospektive soll dabei helfen, die Nachhaltigkeit der sprachenpolitischen Entscheidungen an deutschen und dänischen Hochschulen zu bewerten. Die Arbeit schließt mit differenzierten Empfehlungen zur Förderung
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5. Rechtliche Rahmenbedingungen und sprachliche Anforderungen

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Eine Stellschraube, mit der (Nicht-)Zuwanderung unmittelbar geregelt werden kann, sind die rechtlichen Rahmenbedingungen eines Landes. Aktuell scheint es hier weltweit zu einer zunehmenden Liberalisierung zu kommen (Suter & Jandl 2006:15; Sykes & Chaoimh 2011:7. Da internationale Studierende durchaus die Wahl ihres Studienstandortes an die späteren Verbleibsmöglichkeiten knüpfen, gehen aus den gesetzlichen Zuwanderungsbestimmungen außerdem wichtige Signale an zukünftige Studierende aus, die schon vor ihrer Einreise die Möglichkeiten einer späteren Arbeit im Gastland prüfen (Vincent-Lancrin 2008:111; Sykes & Chaoimh 2011). Im Folgenden sollen deshalb die aktuellen Migrationsbestimmungen Deutschlands und Dänemarks kurz zusammengefasst werden. Im Fokus stehen dabei die sprachlichen Anforderungen, die der Gesetzgeber an die Absolventen stellt, wenn diese nach ihrem Studium weiterhin im Gastland bleiben bzw. später dorthin zurückkehren möchten. Mit anderen Worten soll auf der Basis der gesetzlichen Grundlagen abgeleitet werden, auf welches Sprachniveau Hochschulen ihre internationalen Studierenden bis zum Ende ihres Studiums bringen sollten, damit diese später auch die Voraussetzung für eine Arbeits- bzw. Niederlassungserlaubnis erfüllen. Darüber hinaus sollen die Möglichkeiten der sprachlichen Förderung, die der Gesetzgeber generell für Migranten vorsieht und die ggf. auch von internationalen Studierenden und Absolventen in Anspruch genommen werden können, näher beleuchtet werden. Indem die Rechtsgrundlagen von Deutschland und Dänemark gegenüber gestellt werden, soll zudem herausgearbeitet werden, ob aus zuwanderungsrechtlicher Sicht der Verbleib der Absolventen in dem einen oder anderen Land vielleicht eher begünstigt oder behindert...

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