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Methodisch-didaktische Prinzipien und organisatorische Konzepte für Hebräisch an Hochschulen

Ganna Lirer

Die unterrichtsmethodischen Prinzipien bestimmen die Lehr- und Lernverfahren und dienen als Leitfaden für das unterrichtspraktische Handeln des Lehrers mit dem Ziel, Inhalte konzeptuell strukturiert und zugänglich zu vermitteln. Die lern-, inhalts- und handlungsorientierten Prinzipien fördern den Lernprozess. Das Wissen muss vom Lehrer zugänglich vorgestellt und erläutert sowie von den Lernenden behalten werden. In dieser Arbeit werden die folgenden sieben unterrichtsmethodischen Prinzipien des Fremdsprachenunterrichts am Beispiel des Modernhebräisch-Unterrichts (Iwrit) betrachtet: Lernerorientierung, Kompetenzorientierung, Handlungsorientierung, Aufgabenorientierung, Inhaltsorientierung, Interaktionsorientierung und interkulturelle Orientierung. Zu jedem Prinzip erfolgt eine Beschreibung bzw. Benennung von Einsatzmöglichkeiten im Hebräisch-Unterricht.
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Fazit

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In dieser Arbeit beschreibe ich die Unterrichtsprinzipien, die prinzipiell fachübergreifenden Charakter haben. Im Fach Judaistik werden am häufigsten Elemente der oben genannten Prinzipien in einem vom Lehrer erstellten Programm benutzt. Ich bemühe mich darum zu zeigen, dass diese Prinzipien in Hinblick auf die Zielsetzung und Thematik des Kurses ausgewählt werden müssen.

„Aus Ergebnissen [der Unterrichtsforschung] werden Prinzipien abgeleitet, die als Orientierungen für Vorgehensweisen im Fremdsprachenunterricht gelten können….. Diese Prinzipien haben durch ihren hohen Allgemeinheitsgrad den Vorzug, an spezifische Lernsituationen angepasst werden zu können“. (G. Henrici, 2001b:851) [358].

Die Lernerorientierung zielt auf die Entwicklung von Lesekompetenz auf das Lesen von anspruchsvollen Texten auf Hebräisch ab. Falls man auf Modernhebräisch kommunizieren lernen möchte, ist das Prinzip der Outputorientierung sinnvoll, um sich diese Sprache schnell und „anwendungsbereit“ anzueignen. Es wird gezeigt, dass die unterschiedlichen Zielvorstellungen und Bedürfnisse die Wahl der passenden Unterrichtsprinzipien bzw. ihrer Mischung im Rahmen des Hebräischunterrichts bestimmen. Auf diese Weise werden der Übergang von einem begrenzten Vokabular geläufiger Wörter zu einem breiten zielsprachlichen Wortschatz und die wachsende Komplexität der mündlichen und schriftlichen Äußerungen zu einem Indikator des Erfolgs des Spracherwerbs.

Ein guter Fremdsprachenunterricht sollte inhaltliche Klarheit, gute Strukturierung und eine Lernorientierung aufweisen. D.h., die im Unterricht vermittelnden Inhalte müssen inhaltlich strukturiert, bedeutungsrelevant und adressatenbezogen sein. Das Prinzip der Aufgabenorientierung besagt, dass die gestellten Aufgaben dem jeweils erreichten Leistungsniveau der Lernenden angepasst werden...

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