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Zivilgesellschaft im Widerstreit

Konkurrenz zwischen Staat, Ökonomie und Zivilgesellschaft in der Realisierung des gesamtgesellschaftlichen Gemeinwohls

Reinhard Hildebrandt

In der gegenwärtigen Demokratie spielt das zivilgesellschaftliche Engagement selbstbestimmter und selbstverantwortlicher Bürger eine immer größere Rolle. Sie geben sich selbst Gesetze und handeln danach, obgleich ihnen eigennütziges Handeln nicht fremd ist. Beide Verhaltensweisen bestimmen zivilgesellschaftliches Engagement. Zivilgesellschaftliche Gemeinwohlbelange treten zunehmend in Konkurrenz zu den etablierten Gemeinwohlbelangen des Staates und der Ökonomie. Dringendste Aufgabe der Gegenwart ist die Erarbeitung eines zivilgesellschaftlich orientierten gesamtgesellschaftlichen Gemeinwohls. Repräsentanten der Zivilgesellschaft sollten künftig gleichberechtigt mit den Entscheidungsträgern aus Staat und Ökonomie das gesamtgesellschaftliche Gemeinwohl realisieren. Geschieht dies nicht, ist die Demokratie gefährdet.
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XI. Anmerkungen

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1 „Den Umfang und die Qualität der öffentlichen Beteiligung und des Engagements der Bevölkerung bundes- und landesweit von Zeit zu Zeit zu überprüfen ist Aufgabe des Freiwilligensurveys (Ehrenamt, Freiwilligenarbeit, bürgerschaftliches Engagement). Diese große und repräsentative Befragung der Bevölkerung wird vom BMFSFJ finanziert und alle 5 Jahre beauftragt.“ (ebd. S. 31).

„Der Freiwilligensurvey verwendet ein besonderes Verfahren, um freiwilliges Engagement zu erfassen. Es geht sowohl um Tätigkeiten, die als Ehrenamt verstanden werden, als auch um solche, die als Freiwilligenarbeit gesehen werden. Darüber hinaus werden die Formen des bürgerschaftlichen Engagements sowie der Initiativen- und Projektarbeit berücksichtigt. Dabei bleibt es den engagierten Menschen selbst überlassen, mit welchem allgemeinen Begriff sie ihre Tätigkeiten kennzeichnen. Diese werden aufwendig und sogar wörtlich erfasst und im Einzelnen anhand einer theoretisch und empirisch gestützten Definition des Engagements auf ihre Gültigkeit geprüft.“ (S. 3).

„Die Informationen des Freiwilligensurveys dienen jedoch nicht nur der Schätzung der Reichweite der öffentlichen Beteiligung und des freiwilligen bzw. ehrenamtlichen Engagements der Bürgerinnen und Bürger, sondern sie gehen weit darüber hinaus. Sie zeigen z.B., was engagierte Menschen im Einzelnen tun, welchen Anforderungen sie in ihrer Tätigkeit gerecht werden müssen, aus welchen Gründen sie sich engagieren, im Rahmen welcher Organisationsformen das passiert, wie viel Freizeit sie dafür einsetzen, welchen Zielgruppen sie sich zuwenden, welche Probleme sich im Engagement stellen und welche Verbesserungen bei den Rahmenbedingungen n...

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