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Postkoloniale Positionen?

Die Biennale DAK’ART im Kontext des internationalen Kunstbetriebs

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Verena Rodatus

Das Buch ist ein aktueller Beitrag zur Debatte um postkoloniale Perspektiven in der Kunstwissenschaft. Im Zentrum steht die DAK’ART-Biennale, an der sich ein gängiges identitätspolitisches Dilemma zeigt: Künstlerinnen und Künstler vom afrikanischen Kontinent müssen oft nicht nur «zeitgenössisch», sondern auch «afrikanisch» sein, um im internationalen, aber weiter westlich dominierten Kunstbetrieb Anerkennung zu erhalten. Aus einer postkolonialen und gendertheoretischen Perspektive argumentiert die Autorin, dass diese Problematik im Kontext des tradierten Primitivismusdiskurses zu sehen ist. In einer differenzierten Ausstellungsanalyse fragt sie nach kritischen künstlerischen und kuratorischen Strategien der DAK’ART 2006 und entwickelt daraus Vorschläge für zeitgemäße kuratorische Ansätze.
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Anhang B: Protokoll des Gesprächs mit Yacouba Konaté (Chefkurator der Biennale DAK’ART) an der Universität Cocody, Abidjan (Elfenbeinküste), aufgezeichnet am 29.01.2008

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Anhang B: Protokoll des Gesprächs mit Yacouba Konaté145 (Chefkurator der Biennale DAK’ART) an der Universität Cocody, Abidjan (Elfenbeinküste), aufgezeichnet am 29.01.2008

YK erzählt, dass die Biennale das „Aushängeschild“ des Kulturministeriums sei; deswegen müssten die Kurator_innen sogar ihre Künstlerliste abgeben, damit sie der Staat veröffentlicht.

Finanziell stehe die Biennale nach YKs Angaben auch mit dem „Festival des Arts Nègres“ in Konkurrenz. Der neue Kulturminister möge zeitgenössische Kunst nicht und hätte die Biennale deswegen lieber als eine Sektion im „Festival des Arts Nègres“. YK meint, dass dies unmöglich sei, da dies die Positionierung und Rahmung der Biennale völlig verändern würde.

Bezüglich der Finanzierung: Die EU gebe YK zufolge rund ein Drittel der Finanzierung. Ein großer Teil des Rests komme vom senegalischen Staat. Institutionen wie Africalia finanzierten den Katalog mit beispielsweise 3.000 – 10.000 Euro. Ideales Budget für die Biennale wäre 1.000.000 Euro. Reell seien es nach YKs Angaben 500.000 Euro gewesen.

Im Unterschied zur Biennale von Bamako sei sie YK zufolge von einem afrikanischen Staat initiiert und geleitet, und nicht von Frankreich aus, dessen Institutionen oftmals wenig von den lokalen Künstler_innen wüssten.

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