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Die Getrennt- und Zusammenschreibung im Deutschen von 1700–1900

Untersuchungen von orthographischen Regelwerken und zeitgenössischem Schreibgebrauch

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Susan Herpel

Das Buch präsentiert einen Gesamtblick auf die Getrennt- und Zusammenschreibung im Deutschen von 1700–1900. Dazu hat Susan Herpel ein Analyseraster erarbeitet, das alle Wortartenbereiche einschließt. Dieses dient der Untersuchung der Getrennt-, Bindestrich- und Zusammenschreibung in orthographischen Regelwerken sowie Grammatiken und in Gebrauchstexten des Deutschen im 18. und 19. Jahrhundert. Die Ergebnisse setzt die Autorin zueinander und zur heute gültigen Orthographie in Relation. Entwicklungslinien der GZS werden so für alle Wortartenbereiche für die Zeit von 1700–1900 präzise beschrieben. Tabellarische Übersichten, die den zeitgenössischen Schreibgebrauch durch die Aufnahme aller für die GZS relevanten Textbelege dokumentieren, können außerdem online abgerufen werden.
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5.7 Vergleich der Regelungen zur GZS mit dem tatsächlichen Schreibgebrauch im 19. Jahrhundert

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5.7Vergleich der Regelungen zur GZS mit dem tatsächlichen Schreibgebrauch im 19. Jahrhundert

5.7.1Der substantivische Bereich

Die Ausführungen zu den Belegen der GZS des substantivischen Bereiches im 19. Jahrhundert sollen im Folgenden mit den korrespondierenden Ausführungen in den Regelwerken verglichen werden.

Für das Jahrhundert ist insgesamt eine Abnahme der Bindestrichschreibung zu konstatieren. Das wird auch deutlich bei Betrachtung der Regelungen zur Bindestrichschreibung. WILMANNS´ Aussage am Ende des 19. Jahrhunderts ist in diesem Sinne exemplarisch:

„Bindestrich und Apostroph verwende man sparsam, den gegebenen Vorschriften gemäß. Im einzelnen die Fälle zu erörtern, wo es zweckmäßig sein soll diese Zeichen anzuwenden, überlassen wir andern, wünschen aber, daß ihre Tüfteleien über den notwendigen Unterschied von Heuloch’s und Heulochs (SANDERS, Hilfsbuch S. 32), über das Sch’wa in weih’test (ebend. S. 31) und andres der Art, nie als bindende Regeln und Vorschriften anerkannt werden.“ (WILMANNS, 1887, 251)

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