Show Less
Restricted access

Der Sportverein im Vereins- und Steuerrecht

Die Folgen des Bestehens einer Profisportabteilung innerhalb eines eingetragenen Vereins aus vereinsrechtlicher und steuerrechtlicher Sicht am Beispiel des Profifußballs

Series:

Morten Dibbert

Im Buch wird der Frage nachgegangen, ob die Rechtsform des eingetragenen Vereins in der Bundesliga noch angemessen ist. Obwohl sich der Profifußball in den letzten Jahrzehnten zu einer milliardenschweren Unterhaltungsindustrie entwickelt hat, sind in Deutschland noch immer einige Teilnehmer der Bundesliga als eingetragene Vereine organisiert. Diese Rechtsform haben sie zum Ende des 19. bzw. zum Beginn des 20. Jahrhunderts gewählt und seither nicht verändert. Der Autor zeigt auf, dass aus vereinsrechtlichen und steuerrechtlichen Gründen die Rechtsform zwingend geändert werden muss. Auf Basis der Ergebnisse dieser Verstöße entwickelt er einen Lösungsvorschlag. Durch steuerneutrale Umwandlung ist ihm zufolge eine Heilung der Rechtsverstöße möglich.
Show Summary Details
Restricted access

Kapitel 3 Sportvereine im Steuerrecht

Extract



Sportvereine nehmen aufgrund ihrer gesellschaftlichen Bedeutung eine besondere Rolle im Steuerrecht ein. Der Gesetzgeber hat in den §§ 51 ff. AO und einzelnen Spezialgesetzen, etwa dem KStG, eine Entscheidung dahingehend getroffen, dass die Förderung gewisser Zwecke durch Körperschaften dazu führen kann, dass diese Körperschaften steuerliche Vergünstigungen bekommen. Es handelt sich hierbei um das steuerliche Gemeinnützigkeitsrecht.130

Die §§ 51 ff. AO dienen als allgemeiner Teil des Gemeinnützigkeitsrechts.131 Sie stellen die Voraussetzungen auf, die eine Körperschaft zu erfüllen hat, um in den Genuss der steuerlichen Vergünstigungen zu kommen. Die Einhaltung dieser Voraussetzungen wird durch die Finanzverwaltung geprüft und dann gesondert festgestellt, § 60a AO.

Der Gesetzgeber hat die Förderung des Sports ausdrücklich als gemeinnützigen Zweck angesehen und in den Katalog des § 52 Abs. 2 AO aufgenommen. Voraussetzung für den Erhalt des Gemeinnützigkeitsstatus ist allerdings die Förderung des Amateursports und nicht des bezahlten Profisports. Aus diesem Grund ist es fraglich, ob ein Sportverein, der eine Abteilung mit bezahlten Sportlern unterhält, überhaupt gemeinnützig sein kann, insbesondere dann, wenn es sich wie bei den Lizenzspielerabteilungen eigentlich um Unternehmen mit einem hohen Millionenumsatz handelt.

You are not authenticated to view the full text of this chapter or article.

This site requires a subscription or purchase to access the full text of books or journals.

Do you have any questions? Contact us.

Or login to access all content.