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Das Ehegattensplitting

Eine soziologische Analyse zur monetären Ressourcenverwaltung in der Ehe und zum Halbteilungsgrundsatz

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Petra Eden

Im Buch wird der Frage nachgegangen, ob das im Jahr 1958 eingeführte Ehegattensplitting im Zuge des gesellschaftlichen Wandels heute noch zeitgemäß ist und den Anforderungen des Bundesverfassungsgerichts an den sog. Halbteilungsgrundsatz gerecht wird. Dazu zeigt die Autorin die rechtlichen Grundlagen und die historische Entwicklung der Ehegattenbesteuerung sowie die politischen und gesellschaftlichen Hintergründe bei Einführung des Ehegattensplittings auf. Sie exploriert 47 Einkommensteuerfälle von miteinander verheirateten Paaren, ergänzt diese durch standardisierte Nachfragen und kommt zu dem Ergebnis, dass das Ehegattensplitting nicht mehr der aktuellen gesellschaftlichen Realität entspricht. Dies wird auch durch die Analyse der Paartypen bei der Verwaltung ihrer monetären Ressourcen bestätigt. Auch der Halbteilungsgrundsatz lässt sich insbesondere bei der Verwaltung des Vermögens nicht bestätigen.
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5 Empirische Untersuchungen zum Thema Geld in Paarbeziehungen

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Da das Einkommen als sozio-ökonomische Ressource nach den Theorien über die ehelichen Machtverhältnisse eine wesentliche Machtgrundlage darstellt, werden nachfolgend empirische Untersuchungen zum Thema Geld in Paarbeziehungen vorgestellt.

5.1 Blumstein/Schwartz (1983): American Couples: Money, Work, Sex

Blumstein/Schwartz untersuchten in ihrer Studie neben Fragestellungen zur Sexualität und Arbeit auch das Thema Geld in Paarbeziehungen. Dabei sind sie u.a. der Frage nach dem Zusammenhang von Einkommen und Macht nachgegangen. Sie stellten fest, dass der Partner in einer Paarbeziehung über relativ mehr Macht verfügt, der im Verhältnis zum anderen Partner ein höheres Einkommen erzielt. Der mit dem höheren Einkommen verbundene Machzuwachs wurde sowohl für Frauen als auch für Männer nachgewiesen. Etwas anderes gelte jedoch in Ehen, in denen mindestens ein Partner ein traditionelles Familienmodell vertrete. Dort sei für Frauen mit einem höheren Einkommen als Ihr Partner kein Machtvorteil feststellbar. Dies wird von Blumstein/Schwartz mit der Überlagerung von Geschlechtsrollenstereotypen erklärt (Wimbauer 2003: 118).

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