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Strafrechtliche Verantwortlichkeit für Produktgefahren

Internationales Symposium vom 18.–20. Juli 2013 an der Philipps-Universität Marburg mit Beiträgen aus China, Deutschland, Japan, Spanien, Taiwan und der Türkei

Edited By Georg Freund and Frauke Rostalski

Die strafrechtliche Verantwortlichkeit für Produktgefahren ist ein internationales Problem, von dessen Lösung Wissenschaft und Gesetzgebung weit entfernt sind. Das Buch stellt die Inhalte und Ergebnisse der gleichnamigen Tagung zusammen, die 2013 in Marburg stattfand. Im Rahmen des Symposiums wurden bisherige Lösungsvorschläge zum Umgang des Strafrechts mit Produktgefahren gesichtet und weiterentwickelt. Der Tagungsband fasst die wesentlichen Ergebnisse der Verhandlungen zusammen und wird ergänzt durch Landesreferate zur Rechtslage in China, Deutschland, Japan, Spanien, Taiwan und der Türkei. Den Abschluss bilden Auseinandersetzungen mit spezifischen Problemkreisen in Form von Einzelbeiträgen – etwa zur Gefährdung als Straftat und zur Strafbarkeit juristischer Personen.
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Gefährdung als Straftat

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Strafrechtliche Produktverantwortlichkeit de lege lata und de lege ferenda

I.   Einführung in die Problematik

In der Bundesrepublik Deutschland gibt es keine strafrechtliche Verantwortlichkeit des Unternehmens. Möglich ist allenfalls dessen „Verantwortlichkeit“ wegen einer Ordnungswidrigkeit für den Fall einer Straftat oder Ordnungswidrigkeit eines Organs oder Vertreters.1 Eine Straftat kann dagegen nur eine natürliche Person begehen.2

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