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Rechtsfragen der Regulierung außerbörslicher derivativer Finanzinstrumente

Zur neuen Marktinfrastruktur in der Europäischen Union, den Vereinigten Staaten von Amerika und Singapur

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Philipp Gergen

Die Marktinfrastruktur außerbörslicher Derivate unterliegt einem enormen regulatorischen Wandel, der von erheblicher wirtschaftlicher Relevanz ist. Das Buch analysiert, wie die Europäische Union, die Vereinigten Staaten von Amerika und Singapur diese internationale Reform in ihre Rechtsordnungen implementiert haben. Der Autor erarbeitet eine detaillierte Bestandsaufnahme der jeweiligen Regelungen und führt sie einer rechtsvergleichenden Analyse sowie übergreifenden Bewertung zu. Darüber hinaus geht die Untersuchung der Frage nach, wie die Kapitalerhaltung europäischer zentraler Gegenparteien optimiert werden kann. Es werden konkrete Lösungsvorschläge entwickelt, die diese systemrelevanten Knotenpunkte wirksamer vor finanziellen Verlusten schützen sollen und insofern einen Beitrag leisten, die Finanzmarktarchitektur stabiler zu gestalten.
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Abschnitt 4 – Die Regulierung der zentralen Gegenpartei

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In diesem Abschnitt soll untersucht werden, wie die einzelnen Jurisdiktionen die zentrale Gegenpartei reglementieren. Da diesem Bindeglied in der neuen Marktinfrastruktur eine entscheidende Rolle zukommt, ist dies für die Beurteilung der Regulierung insgesamt wichtig. Zunächst soll ein Überblick über die möglichen Formen eines zentralen Kontrahenten gegeben und damit eine Kategorisierung vorgenommen werden. Daraufhin verlagert sich der Fokus auf das Zulassungserfordernis und insbesondere auf verfahrensrechtliche Fragen. Von wesentlicher Bedeutung ist die anschließende Betrachtung der finanziellen Ausstattung. Danach soll erörtert werden, welche Charakteristika das Sicherheitenmanagement einer zentralen Gegenpartei aufweisen muss. Letztlich soll ermittelt werden, ob und wie ein zentraler Kontrahent die finanziellen Mittel investieren darf.

§1 Kategorisierung

Dieser Parapraph widmet sich der Kategorisierung zentraler Gegenparteien. In diesem Zusammenhang haben alle Jurisdiktionen bestimmte Grundtypen entwickelt, in die Unternehmen, die eine Tätigkeit als zentraler Kontrahent ausüben, eingeteilt werden können. Die Differenzierung äußert sich in mehrfacher Hinsicht, da unterschiedliche Regelungsregime eingreifen und bestimmte Aufsichtsbehörden zuständig sein können. Nachdem diese Arten thematisiert und ihre Charakteristika herausgearbeitet wurden, wird auf spezielle Formen der zentralen Gegenpartei eingegangen, die in den Vereinigten Staaten von Amerika auszumachen sind.

A. Grundtypen

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