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Perspektiven der Stereotypenforschung

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Edited By Erla Hallsteinsdóttir, Klaus Geyer, Katja Gorbahn and Jörg Kilian

Stereotype sind seit der Einführung des modernen Stereotypen-Begriffs vor etwa einem Jahrhundert durch Walter Lippmann ein beliebtes und vielfältiges Thema von Untersuchungen in unterschiedlichen Wissenschaftsdisziplinen. Der Band enthält die Beiträge aus zwei Symposien zur interdisziplinären Stereotypenforschung, die 2013 und 2014 an den Universitäten in Odense und Kiel stattfanden. Die Autorinnen und Autoren stellen eine breite Auswahl aktueller theoretischer und methodischer Ansätze aus der linguistischen sowie der angewandten gesellschaftswissenschaftlichen und lehr- und lernbezogenen Stereotypenforschung (Spracherwerbsforschung und Fremdsprachendidaktik) vor und berichten über ihre Untersuchungen, Ergebnisse und zukünftige Forschungsperspektiven.
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Border Crossing: Stereotype und die semiotische Verfasstheit der Grenze

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The paper discusses the influence of (post-)national territorial borders on the development and destabilization of stereotypes. For this purpose I shall investigate traffic signs as a semiotic manifestation of the border in the public sphere. These signs often have no inherent national or regional meaning, yet they do or might connote national/regional stereotypes. The question here is whether the transition of signs and sign systems can be regarded as an indicator of border crossing or border abolition – and thus as the (de-)stabilization of stereotypes. I take as an example the so-called GDR-“Ampelmännchen”, the icons of walking or standing figures on pedestrian lights that became popular after the fall of the Berlin wall. Their emblematic design turned into a vehicle of East German identity whereas meanwhile they also symbolize the abolition of the border when being used in Western Germany.

1. Vorüberlegungen

Stereotype werden häufig als Nationalstereotype gefasst und lassen sich als solche empirisch untersuchen und belegen (Vgl. z. B. das Projekt an den Universitäten Kiel und Odense durchgeführte Projekt SMIK. Nationale Stereotype und Marketingstrategien in der deutsch-dänischen interkulturellen Kommunikation1). In diesem Zusammenhang möchte ich fragen, welche Rolle die (national-)staatlichen Grenzen für die Etablierung dieser Stereotype spielen und inwiefern das Überschreiten der Grenze eine Transgression etablierter Stereotype bedingt. Um die Dynamiken der Herausbildung, Herausforderung und Auflösung von Stereotypen im Kontext von Grenzziehungen und Grenzüberschreitungen zu untersuchen, greife ich eine besondere Form...

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