Show Less
Restricted access

Perspektiven der Stereotypenforschung

Series:

Edited By Erla Hallsteinsdóttir, Klaus Geyer, Katja Gorbahn and Jörg Kilian

Stereotype sind seit der Einführung des modernen Stereotypen-Begriffs vor etwa einem Jahrhundert durch Walter Lippmann ein beliebtes und vielfältiges Thema von Untersuchungen in unterschiedlichen Wissenschaftsdisziplinen. Der Band enthält die Beiträge aus zwei Symposien zur interdisziplinären Stereotypenforschung, die 2013 und 2014 an den Universitäten in Odense und Kiel stattfanden. Die Autorinnen und Autoren stellen eine breite Auswahl aktueller theoretischer und methodischer Ansätze aus der linguistischen sowie der angewandten gesellschaftswissenschaftlichen und lehr- und lernbezogenen Stereotypenforschung (Spracherwerbsforschung und Fremdsprachendidaktik) vor und berichten über ihre Untersuchungen, Ergebnisse und zukünftige Forschungsperspektiven.
Show Summary Details
Restricted access

Vorwort

Extract



Der vorliegende Band versammelt Beiträge zweier internationaler Symposien zur interdisziplinären Stereotypenforschung, die durch das Forschungsförderungsprogramm des „Stella Polaris“-Verbunds der Universitäten Aarhus, Hamburg, Kiel und Odense finanziert wurden.1 Ziel beider Symposien war es, den Stand der Erforschung von Stereotypen aus unterschiedlichen Disziplinen und Perspektiven zusammenzutragen und insbesondere den germanistischen Instituten der zunächst drei beteiligten Universitäten (Aarhus, Kiel, Odense) eine Möglichkeit zu bieten, mit Bezug auf diesen thematischen Schwerpunkt gemeinsame Forschungsinteressen festzustellen und Formate künftiger Forschungsverbünde und Lehrkooperationen zu sondieren.

Das Thema Stereotype wird an den beteiligten Universitäten in unterschiedlichen Disziplinen (u. a. Sprachwissenschaft, Kultur- und Literaturwissenschaft, Geschichtswissenschaft, Erst-, Zweit- und Fremdsprachendidaktik, Ethnologie, Wirtschaftswissenschaft, Pädagogik, Pädagogische Psychologie, Rechtswissenschaft, Journalistik) bereits erforscht. Die einzelnen Projekte blieben bis auf eine Ausnahme bislang jedoch ohne näheren Bezug aufeinander. Die Ausnahme stellt die Stereotypenforschung im Bereich der germanistischen Linguistik und Sprachdidaktik dar, die im Rahmen eines dreijährigen INTERREG-Projekts (www.stereotypenprojekt.eu) zu einer ersten größeren Zusammenarbeit der Stereotypenforschung an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) und der Süddänischen Universität (SDU) geführt hat.

Die Beiträge auf den beiden Symposien haben deutlich gemacht, dass der Begriff des Stereotyps auch in der Fachsprache der wissenschaftlichen Disziplinen nach ← 7 | 8 → wie vor schillernd und terminologisch nur schwer einheitlich zu fassen ist. Dementsprechend schwierig ist eine theoretische Fundierung und method(olog)ische Operationalisierung. Als gemeinsamer Nenner, gleichsam konzeptuell-semantischer Kern, aller wissenschaftlichen Verwendungen des Stereotyp-Begriffs darf wohl...

You are not authenticated to view the full text of this chapter or article.

This site requires a subscription or purchase to access the full text of books or journals.

Do you have any questions? Contact us.

Or login to access all content.