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Die Kunstvermittlerin Hanna Bekker vom Rath

Die Anfänge des Frankfurter Kunstkabinetts Hanna Bekker vom Rath- 2., überarbeitete Auflage

Ulrike Fuchs

Das Buch behandelt einen Ausschnitt aus dem Leben der Hanna Bekker vom Rath, die eine herausragende Persönlichkeit des kulturellen Nachkriegsdeutschlands und brillante Kunstvermittlerin war und mit ihrem Frankfurter Kunstkabinett und in ihrem legendären blauen Haus in Hofheim am Taunus Geschichte schrieb. Die für ihre Zeit überaus emanzipierte Art, mit der Hanna Bekker vom Rath den Repressalien des nationalsozialistischen Kunstdiktates trotzte und sich für die als entartet gebrandmarkte, expressionistische Kunst auch über den Krieg hinaus einsetzte, brachte die Autorin innerhalb ihrer journalistischen Tätigkeit auf die Spuren dieser couragierten Frau.
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3 Ein Besuch in Wiesbaden weckt Erinnerungen

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Wiesbaden, der Klang dieses Namens schob andere Gedanken in den Vordergrund, Vergangenes, Verdrängtes.

Wie lang war es her, dass sie hier gelebt hatte? Zwiespältig waren die Erinnerungen, die Hanna seither mit dieser Stadt verband. Mehr als ein Jahrzehnt war vergangen, seit sie mit ihrem Mann Paul Bekker hier gewohnt hatte. Kurz nur, denn bereits vor dem Umzug nach Wiesbaden hatte es erste Anzeichen für das Ende ihrer Ehe gegeben. Umso mehr hatte sie sich gefreut, nun wieder in der Nähe ihrer Heimatstadt Frankfurt, des alten Freundeskreises, vor allem um den Maler Alexej von Jawlensky und ihres Hofheimer Refugiums zu sein.

Nach ihrer Flucht aus dem Elternhaus und der ohne die Einwilligung der Eltern geschlossenen Ehe, war sie mit ihrem Mann zunächst zur Miete in das Hofheimer Haus in der Kapellenstraße gezogen. Ihre in Hofheim lebende, frühere Lehrerin Ottilie W. Roederstein machte das junge Paar auf das Haus aufmerksam, frisch vermählt hatten sie es 1920 dann kaufen können. Nur zwei Zimmer waren es zunächst gewesen, die sie bis zu einem ersten Umbau darin bewohnen konnten, welche Umstellung für Hanna Bekker vom Rath, die an das großzügige Haus der Eltern gewöhnt war.

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